Wie war’s?

1. October 2008 - 20:30

081001_boxing.jpg

… haben mich einige per Email zu der gestrigen Diskussion mit Christiane Hoffmann und Henryk M. Broder in Osnabrück gefragt.

Ich überlasse das Urteil lieber denjenigen, die dabei waren oder die die erste Stunde im Radio gehört haben.

Nur so viel: es ist leichter, einen Pudding an die Wand zu nageln, als mit Broder zu diskutieren.

Zwei kleine Pressemeldungen habe ich gefunden (hier und hier). Der Deutschlandfunk fand die Diskussion interessant genug, um sie in drei Wochen auf seinen UKW-Frequenzen wiederholen zu wollen.

Wenn Sie zufällig ein wenig Zeit haben …VIII

29. September 2008 - 08:35

… und nicht allemal schon zu den Besuchern des Morgenland Festivals in Osnabrück gehören (was ich hiermit sehr empfehlen möchte), dann könnte Sie vielleicht dennoch folgende Veranstaltung morgen interessieren.

Es geht hierum und natürlich immer um das Grundsätzliche.

Nachtrag: Die Diskussion wird von 20:05 bis 21:00 vom Deutschlandradio auf der Mittelwelle und der Langwelle übertragen werden. Frequenzen gibt es hier.

New Yorker

12. July 2008 - 10:51

080712_nyer.jpg

Die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften sinken. Wortorientierte Radioprogramme verlieren Hörer, im TV ist angeblich nur noch Unterhaltung gefragt.

Als Hauptursachen gelten das Internet, das die klassischen Medien als Informationsquelle zunehmend verdrängt, sowie sinkendes Interesse  der Mediennutzer an Qualitätsjournalismus und Sperrigem.

So ganz scheint mir dies die Misere aber nicht zu erklären.

In der gestrigen Financial Times war in einem Artikel über David Remnick, der seit 10 Jahren den New Yorker leitet, zu lesen:

Remnick has much to celebrate after 10 years: circulation of The New Yorker has risen by 32 per cent, to more than 1m copies a week; re-subscription rates, at 85 per cent, are the highest in the industry; and despite the conventional wisdom that young readers don’t have the attention span to do more than blog, text and twitter, the magazine has seen its 18-to-24 readership grow by 24 per cent and its 25-to-34 readership rise 52 per cent. Twenty-four of its 47 National Magazine Awards were awarded under Remnick’s tenure. Perhaps most reassuring of all, The New Yorker’s balance sheet has moved from red to black – although its private ownership precludes him from revealing how much profit it makes.

PS: Alle Jahre wieder kündigt ein deutscher Verleger ein neues Magazin an, das sich den New Yorker zum Vorbild nehmen will. Bislang hat sich keiner von denen, wenn es um die Qualität der Texte und die Bereitschaft geht, auf Leser zu setzen, die auf die Welt neugierig sind, an dieses Versprechen gehalten.

Anti-Semitismus / Iran / bpb

27. May 2008 - 23:15

Aus irgendwelchen Gründen bin ich auf eine Mailingliste geraten, über die Matthias Küntzel gelegentlich auf seine Veröffentlichungen hinweist. So kam heute eine Mitteilung, in der es u.a. heißt:

Überraschend bat mich die Bundeszentrale für Politische Bildung um einen Text über Ahmadinejads Ideologie. Diesen Beitrag, den später auch der Tagesspiegel in gekürzter Form veröffentlichte, finden Sie hier: http://www.matthiaskuentzel.de/contents/ahmadinejads-mission.

In der Tat ein wenig überraschend.

Küntzel, im Halbtagsjob Lehrer an einer Gewerbeschule in Hamburg, ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Publizist.

Von 1984 bis 1988 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsfraktion der GRÜNEN. Danach schrieb er für die Zeitschrift Konkret und war gleichzeitig eine Zeit lang Redaktionsmitglied bei Bahamas.

Ursprünglich galt sein Interesse eher der deutschen Atompolitik, aber mehr und mehr interessierte er sich für den Antisemitismus im allgemeinen, dann den Antisemitismus im Islam, schließlich für die Verbindung zwischen der Ideologie der Jihadisten/Islamisten und dem Antisemitismus. Inzwischen gilt seine besondere Aufmerksamkeit dem Iran und hier vor allem dem Präsidenten Ahmadinejad, den er für eine der größten Bedrohungen der Menschheit hält. Er engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die für eine Unterstützung Israels und eine Isolierung des Irans eintreten. Der Bundesregierung wirft er beispielsweise vor, zu eng mit Teheran zu kooperieren, und er plädiert für einen kompletten Wirtschaftsboykott des Irans.

Küntzel veröffentlicht Bücher und seine Texte erscheinen gelegentlich in renommierten Zeitschriften und Zeitungen wie dem Wall Street Journal, The New Republic, Jerusalem Post, Standard, Tagesspiegel oder SPIEGEL Online.

Auch der Text, der auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung zu lesen ist, wurde schon einmal im Tagesspiegel gedruckt. Es geht um „Ahmadinejads Mission“, Untertitel: „Warum die iranische Nuklearoption verhindert werden muss“. Weiterlesen →

Nicht alle Menschen sind gleich

17. May 2008 - 13:06

080517_china.jpg

Nach offiziellen Angaben beträgt die Zahl der Toten des Erdbebens in China bislang knapp 29000. 14000 Menschen werden noch vermisst.

Ein Deutscher hat das Erdbeben überlebt.

Der Deutsche ist die Schlagzeile.

PS: Die ursprüngliche Meldung, er sei aus Trümmern gerettet worden, stellte sich später als falsch heraus. Er hatte sich nur im Erdbebengebiet aufgehalten, ohne dass er selbst körperlich zu Schaden gekommen ist.