New Yorker

Die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften sinken. Wortorientierte Radioprogramme verlieren Hörer, im TV ist angeblich nur noch Unterhaltung gefragt.
Als Hauptursachen gelten das Internet, das die klassischen Medien als Informationsquelle zunehmend verdrängt, sowie sinkendes Interesse der Mediennutzer an Qualitätsjournalismus und Sperrigem.
So ganz scheint mir dies die Misere aber nicht zu erklären.
In der gestrigen Financial Times war in einem Artikel über David Remnick, der seit 10 Jahren den New Yorker leitet, zu lesen:
Remnick has much to celebrate after 10 years: circulation of The New Yorker has risen by 32 per cent, to more than 1m copies a week; re-subscription rates, at 85 per cent, are the highest in the industry; and despite the conventional wisdom that young readers don’t have the attention span to do more than blog, text and twitter, the magazine has seen its 18-to-24 readership grow by 24 per cent and its 25-to-34 readership rise 52 per cent. Twenty-four of its 47 National Magazine Awards were awarded under Remnick’s tenure. Perhaps most reassuring of all, The New Yorker’s balance sheet has moved from red to black – although its private ownership precludes him from revealing how much profit it makes.
PS: Alle Jahre wieder kündigt ein deutscher Verleger ein neues Magazin an, das sich den New Yorker zum Vorbild nehmen will. Bislang hat sich keiner von denen, wenn es um die Qualität der Texte und die Bereitschaft geht, auf Leser zu setzen, die auf die Welt neugierig sind, an dieses Versprechen gehalten.
gepostet am 12. July 2008 um 10:51 von unter Medien, Deutschland. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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