Sadeh

(c) Zohreh Soleimani

Z’s Foto einer jungen Dame, die beim Sadeh gestern abend als ein Soldat des König Darius auftrat.

Um ehrlich zu sein, ich habe nicht so genau verstanden, was sie gesagt hat. Es ging u.a. darum, dass Persien als erster Staat der Erde Menschenrechte schriftlich fixiert habe, und darum, sich darauf zu besinnen, was es heißt eine Iranerin / ein Iraner zu sein.

Was ist Sadeh? Es ist ein zoroastrisches Fest, in dem die Entdeckung des Feuers gefeiert wird. Halb religiöses Fest, halb Brauchtum.

Erstmals hatte die zoroastrische Gemeinde in Teheran wie auch sonst im Lande, Außenstehende dazu eingeladen. Diese ur-iranische Religion darf zwar im Iran praktiziert werden, aber bislang hatte die Regierung darauf geachtet, dass dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht.

Nun scheint man sich aber darauf besonnen zu haben, dass die Zoroastrier, von denen noch etwa 300.000 im Iran leben sollen, ein Touristenmagnet sein können. Fotographen der staatlichen Medien tauchten auf, Bustouren zu bekannten zoroastrischen Orten wurden angeboten.

Höhepunkt des Sadeh ist das Anzünden eines großen Feuers nach Anbrechen der Dunkelheit.

Es war schon lange dunkel und dennoch gingen die Reden, Ehrungen von Gemeindemitgliedern, Erklärungen zur Bedeutung des Feuers im Zoroastrismus, etc weiter.

Es war bitterkalt und weil auch nicht die Suppe, die verkauft wurde, helfen wollte, sind wir gegangen, bevor der große Stapel aus Ästen in Brand gesetzt wurde.

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