Parlamentswahlen im Iran V

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Die Wahlbeteiligung ist im Iran beinah wichtiger als das Ergebnis.

Jede Stimme an der Urne wird als Zustimmung zum politischen System sowie als Ausweis dafür gewertet, dass trotz aller Behauptungen böser (ausländischer) Zungen der Iran ein demokratisches Land sei.

Im Vorfeld von Wahlen beginnt deshalb die Propaganda in der alle Wahlberechtigten angehalten werden, ja nicht ihre Pflichten als Bürger der Islamischen Republik zu vergessen.

Eine besondere Rolle nimmt dabei selbstredend das staatliche Fernsehen und Radio (IRIB, die Abkürzung für Islamic Republic of Iran Broadcasting) ein. Sein Direktor Ezatollah Zarqami, der direkt von Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamene-i ernannt wurde, nimmt seine Verantwortung auch mit Blick auf die Parlamentswahlen am 14. März sehr ernst.

IRIB sei verantwortlich dafür, so wird Zarqami heute von einer iranischen Nachrichtenagentur zitiert, „Enthusiasmus“ in der Bevölkerung für den Urnengang zu wecken.

Aber damit, dass die Iraner von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, will er es nicht belassen: „Wir werden den Menschen helfen, die Gruppen, die den Prinzipien der islamischen Revolution verpflichtet sind, von denen zu unterscheiden, die den Interessen des Feindes dienen, damit sie eine bewusstere Entscheidung treffen.“

Der Staat kümmert sich halt um seine Bürger.

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