Roshanak

Roshanak ist einer der seltenen Menschen, bei denen man sich privilegiert fühlt, mit ihnen befreundet zu sein.
Sie ist ein äußerst warmherziger Mensch, im Hintergrund immer da, um Hilfe und Unterstützung anzubieten. Niemals drängt sie sich auf. Sie gibt keine ungebetenen Ratschläge, mischt sich in nichts ein, weiß aber immer das passende Wort.
Sie ist eine sanfte Fee, ein warmer Geist.
Seit letztem Mittwoch zeigt die Weltbank eine Reihe ihrer Fotos aus Afghanistan. Heute war sie im Farsi-Programm von Voice Of America ein halbe Stunde lang Studiogast.
Man macht sich beim Regime in Teheran nicht unbedingt Freunde, wenn man bei VOA auftritt. Das Programm ist wahrscheinlich der meistgesehene Auslandssender im Iran, finanziert von der US Regierung u.a. aus dem finanziellen Topf für „Demokratieunterstützung“ = regime change.
Die Fragen der drei (!) Interviewer zielten in der Mehrzahl denn auch auf vermutete oder tatsächliche Benachteiligungen, denen iranische Frauen im allgemeinen und weibliche Fotographen im besonderen im Iran ausgesetzt sind / sein sollen.
Roshanak hat sich nicht aufs Glatteis locken lassen, sondern Diskriminierungen von Frauen im Iran mit Diskriminierungen in Europa oder Afghanistan differenziert abgewogen und sich nicht vor einen politischen Karren spannen lassen.
Dabei sah sie auf dem Monitor entspannt und souverän aus – jedenfalls weit entspannter als Z und ich vor dem Bildschirm.
gepostet am 19. November 2007 um 19:44 von unter Kultur. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
Kommentare
Es ist kein Kommentar vorhanden. Kommentar hinzufügen!