Eine Frage der Nationalen Sicherheit
Drei Journalistinnen soll in zwei Monaten in Teheran der Prozess gemacht werden, weil sie gegen die nationale Sicherheit des Irans gehandelt haben sollen.
Am vergangenen Samstag wurden Mansureh Shojai, Talat Taghinia und Farnaz Seifi auf dem Weg nach Indien am Flughafen Imam Khomeini von den Sicherheitsbehörden gestoppt. Die drei wollten dort an einem Workshop für Journalisten teilnehmen.
Sie wurden verhaftet und ins Ewin Gefängnis gebracht. Gleichzeitig durchsuchte die Polizei ihre Wohnungen und beschlagnahmte persönliche Unterlagen wie Computer, Handies und Notizen.
Am Sonntagnachmittag wurden die drei nach Zahlung einer Kaution wieder freigelassen. Heute gab Shirin Ebadi, die sie als Anwältin vertritt, bekannt, dass den drei in zwei Monaten der Prozess wegen „Handelns gegen die nationale Sicherheit“ gemacht werden soll.
Shoja, Taghinia und Seifi gehören zu den Aktivistinnen der Kampagne „Eine Millionen Unterschriften“, die sich gegen die rechtliche Diskriminierung von Frauen im Iran richtet.
PS: Thomas hat gestern bereits etwas über die Verhaftungen geschrieben (holländisch!).
gepostet am 30. January 2007 um 22:11 von unter Iran, Menschenrechte. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
Es fehlt ein Foto der drei!
Gruss,
I.
Thomas hat eins. Ich nicht.