Folter in der Türkei

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Bereits ein drittes Mal innerhalb nur eines Jahres wurden in der georgischen Hauptstadt Tbilisi Plutonium-Schmuggler gefasst. Die radioaktive Substanz, die in der Hauptsache für Atomwaffen produziert wird, ist schon in kleinsten Spuren extrem giftig.

O-TON 1:
Am 11. Oktober wurden in Tbilisi zwei Georgier sowie ein Armenier verhaftet, erklärt der Leiter der Sicherheitspolizei im Zentrum der Stadt, Otar Khwalidze. Alle drei Männer sind arbeitslos. In der Wohnung wurden 10 Container mit jeweils 1,5 Gramm Plutonium gefunden. Einen Tag später wurde ein zweiter Armenier in einer weiteren Wohnung festgenommen. Dort fand man 13 weitere Container.

Die Polizei wurde aufgrund eines Hinweises aktiv, über den sie nichts weiteres verraten will, und trat dann als interessierter Käufer auf. Nach ihrer Auffassung hatte die Gruppe noch keinen Abnehmer für ihre Ware gefunden. Als mögliche Interessenten gelten sowohl Terroristen sowie Staaten wie der Irak oder der Iran, die an geheimen Atomwaffenprogrammen arbeiten.

Alle vier Männer waren zuvor noch nicht polizeilich auffällig geworden und besitzen auch keine Verbindungen zur Nuklearindustrie.

Es gibt vorerst auch keine Hinweise, woher das Plutonium, das grundsätzlich nur in streng bewachten Anlagen produziert wird, stammen könnte.

O-TON 2:
Die Container enthielten keine Merkmale oder Aufschriften, die etwas über ihre Herkunft sagen könnten.

Georgische Experten sollen die Substanz nun in der Hoffnung analysieren, dass die molekulare Struktur, die je nach Produktionsort unterschiedlich ist, weitere Aufschlüsse gibt.

Vor etwa einem Jahr gab es im selben Stadtbezirk von Tbilisi einen ähnlichen Fall, so der stellvertretende Leiter der zuständigen Sicherheitspolizei, Georgi Dartschiaschwili.

O-TON 3:
Drei Georgier wurden damals festgenommen, bei denen in etwa die selbe Menge an radioaktiven Substanzen gefunden wurde. Allerdings handelte es sich damals nicht nur um Plutonium, sondern auch um Uran-235.

Auch dieser extrem gefährliche Stoff findet in der Hauptsache in der Atomwaffenherstellung Verwendung. Die drei Männer sind mittlerweile rechtskräftig verurteilt und sitzen im Gefängnis.

Am 16 September dieses Jahres wurden schliesslich in einem anderen Viertel von Tbilisi erneut drei Georgier und ein Armenier verhaftet, die ebenfalls Uran-235 und Plutonium zu verkaufen versuchten.

Bislang ist es den Ermittlern noch nicht gelungen, in einem der drei Fälle die Herkunft des gefährlichen Materials zu bestimmen. Georgien ist ein hochkorruptes Land und die Polizei gilt als nicht sonderlich effektiv.
Der Leiter der Sicherheitspolizei in Tbilisi konnte nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob das Plutonium aus Georgien selbst stammen könnte.

O-TON 4:
Ich bin kein Fachmann, aber ich weiss, dass in Georgien kein Plutonium produziert wird. Wir müssen die Meinung der Experten abwarten. Vielleicht gibt es in unserem Land Geräte oder irgendwelche Einrichtungen, woher das Plutonium stammen könnte.

Sicher ist er sich nur, dass Tbilisi nicht - wie viele Fachleute inzwischen sagen - eine Drehscheibe des Schmuggels mit Plutonium ist.

O-TON 5:
Man kann nicht sagen, das Tbilisi Zentrum des Handels mit Plutonium ist, obwohl es schon eigenartig ist, dass wir gleich zwei Fälle in diesem Jahr allein in diesem Bezirk hatten. Wir ermitteln weiter und hoffen, dass wir die Quelle bald finden.

 

Länge 3:20

 

 

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© Martin Ebbing 2001