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Squib fühlt sich schuldig


Hunde haben Freude daran, wenn sie tun, was sie für ihre Pflicht halten, etwa einen Korb tragen, Wild apportieren oder einen Stein aufheben, obwohl sie die Regeln nur aus Kunstfertigkeit gelernt haben. Es ist wie beim Gesetz der Ehre. Sie empfinden Lust, indem sie auf natürliche Weise ihren Instinkten gehorchen. Grossherzigkeit bei der Verteidigung eines befreundeten Hundes. Sie fühlen Scham, wenn sie etwas tun, was falsch ist, etwa Fleisch essen, ihre Notdurft verrichten, nach Hause laufen. In diesen Fällen macht ihr Tun nicht den Eindruck von Furcht, sondern von Scham.

Ich kann mich nicht an einzelne Beispiele erinnern, bin aber ganz sicher, dass ich einmal einen Hund gesehen habe, der etwas tat, was er nicht tun sollte, und aussah, als wäre er beschämt über sich. Squib in Maer pflegte sich selbst zu verraten, indem er beschämt dreinschaute, noch ehe man bemerkt hatte, dass er auf dem Tisch gewesen war. Schuldbewusstsein. In Squibs Fall ist eine direkte Angst nicht wahrscheinlich.

Charles Darwin, Notizheft M, 15 Juli 1838


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© Martin Ebbing