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Die Männer wurden in das Gefängnis in Lipijana gebracht, wo sie
geschlagen und misshandelt wurden. In den letzten Tagen vor dem
Abzug der serbischen Sicherheitskräfte wurden sie gezwungen, Fernseher,
Videorekorder, Kühlschränke und anderes Raubgut für den Transport
nach Serbien auf LKWs zu verladen. Als die KFOR Truppen die Kontrolle
über Lipijana übernahmen, war die Mehrzahl der Männer spurlos
verschwunden. Halil Matoshis Familie und seinen Kollegen bei der Zeitschrift
Zeri gelang es schliesslich, ihn in Pozarevac, einem Gefängnis
in Serbien, aufzuspüren. Dort wird er ohne Anklage und ohne weitere
Begründung festgehalten. Ein Rechtsanwalt in Belgrad, der von der Familie eingeschaltet
wurde, erfuhr durch inoffizielle Kanäle von serbischen Offiziellen,
dass gegen die Zahlung eines Lösegeldes die Freilassung von Matoshi
arrangiert werden könne. Der Preis: 45.000 Mark. Ausser Halil Matoshi sind noch einige tausend weiterer Kosovo-Albaner
nach Serbien verschleppt worden. Genau Angaben existieren nicht,
aber die Schätzungen reichen von 3.000 bis 7.000 Gefangenen. Auch
die Lösegeldforderungen sind nicht ungewöhnlich, wobei sich der
Preis nach dem Bekanntheitsgrad des Häftlings zu richten scheint.
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Matoshi am 20.1.00 freigelassen
Am frühen Morgen des 21. Mai dieses Jahres verhafteten serbische
Sicherheitskräfte rund 500 albanische Männer in dem kleinen Ort
Haivalja im Kosovo. Zu den Festgenommenen gehörte auch der Maler,
Schriftsteller und freie Journalist Halik Matoshi, der sich in
seinem Haus versteckt gehalten hatte.
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© Martin Ebbing