Iran: Gespräche mit dem Großen Satan

31. März 2006


Die iranische Seite hatte sich Zeit, sehr viel Zeit gelassen, bis sie auf das Angebot öffentlich einging. Um es Teheran ein wenig leichter zu machen, wurde Abdul Aziz al-Hakim, der Führer des Supreme Council for the Islamic Revolution in Iraq (SCIRI) zum Boten. Al-Hakim vertritt nicht nur den stärksten schiitischen Block im Irak, sondern lebte als Saddam Hussein noch an der Macht war lange Jahre im Iran und besitzt weiterhin ausgezeichnete Beziehungen nach Teheran. In einer Rede in einem irakischen TV-Sender bat er die iranische Führung, in direkten Gesprächen mit den Amerikanern eine konstruktive Rolle zur Sicherung der Stabilität des Iraks zu übernehmen. Die Sendung sorgte nicht weiter für Aufsehen, aber eine Woche später erklärte Ali Larijani, Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates des Irans und gleichzeitig Chef-Unterhändler in der Atomfrage, am Rande einer Sitzung des Parlaments, ja, wir nehmen an: „Wir akzeptieren den Vorschlag von Herrn Hakim, bei der Lösung der Probleme des Iraks zu helfen.”

 

 

HINWEIS: Zur aktuellen Entwicklung des Konfliktes um den Iran schreibe ich ein Weblog

 

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© Martin Ebbing 2005