Irak: Wahlergebnis nach US Geschmack, aber die alten Probleme bleiben

14. Februar 2005


In Washington wird man die Bildung der neuen Regierung recht beruhigt abwarten können. Die Gefahr eines schiitischen Gottesstaat, wie ihn vielleicht eine schiitische Mehrheit hätte anstreben können, ist vorerst akut. Moderate Kräfte (die es auch in der schiitischen Allianz gibt) werden die Postenverteilung unter sich ausmachen. Die Kurden, die Amerika freundlichste Gruppe im Irak, wird dabei ein bedeutendes Wort mitzureden haben. Die neue Regierung wird von den USA keinen verbindlichen Zeitplan für den Abzug verlangen und je nachdem wie der Händel hinter den Kulissen ausgeht, könnte der alte Premierminister Ayad Allawi auch der neue Premierminister sein.

 

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© Martin Ebbing 2005