Irak: Demokratie nach amerikanischem Muster

20. Januar 2004


Einigkeit besteht zumindest über den Termin. Am 30. Juni soll die Souveränität des Iraks wieder hergestellt werden, in dem die Zivilverwaltung der Besatzer die Macht an eine neue, irakische Regierung übergibt.

Nachdem die USA erst andere Pläne hatten, haben sie im November letzten Jahres diesen Plan entworfen, nachdem sie erkennen mussten, dass die Zeit gegen sie läuft. Je länger sie offen als Besatzer auftreten, um so größer wird die Gefahr, dass sich die öffentliche Meinung noch weiter gegen sie wendet und sich die Ablehnung radikalisiert. Meinungsumfragen, so weit sie bekannt werden, belegen, dass die Absicht, die Sympathien der Iraker zu gewinnen, gescheitert ist. Die wachsende Ungeduld mit der Okkupation, die sich vor allem unter den Schiiten breit macht, birgt zudem die Gefahr in sich, dass militanter Widerstand Zuspruch gewinnt.

 

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© Martin Ebbing 2004