Philip Gourevitch:
Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir morgen mit unseren Familien umgebracht werden


Buchkritik


Der Völkermord in Ruanda ist in Deutschland weitgehend vergessen. In Erinnerung geblieben sind vielleicht noch die Bilder der aufgequollenen Leichen, die nach dem frenetischen Massenmorden die Flüsse des Landes verstopften oder die grässlich verstümmelten Körper, die mit Macheten zerhackt worden waren. Die Medien präsentierten unter dem Druck, griffige Erklärungen zu finden, als Ursache für dieses Blutbad die Legende einer uralten Todfeindschaft zwischen den Hutus und Tutsis. Wer genaueres erfahren will, wird enttäuscht. Bis vor kurzem existierte auf dem deutschen Markt kein einziges Buch, das den Ablauf und die Hintergründe der Ereignisse in Ruanda näher untersucht.

Die Berichte des amerikanischen Journalisten Philip Gourevitch, die nun auch auf Deutsch erschienen sind, bietet einen ausgezeichneten Einstieg zum Verständnis des Völkermordes in Ruanda und seiner Folgen.

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© Martin Ebbing