Nicht schon wieder!

3. February 2007 - 07:13

Die LAT berichtet heute, dass die US Regierung nicht in der Lage ist, Beweise für eine Unterstützung von irakischen Aufständischen durch den Iran zu präsentieren.

Bush administration officials acknowledged Friday that they had yet to compile evidence strong enough to back up publicly their claims that Iran is fomenting violence against U.S. troops in Iraq.

“The truth is, quite frankly, we thought the briefing overstated, and we sent it back to get it narrowed and focused on the facts,” national security advisor Stephen J. Hadley said Friday.

“Overstated”? Bedeutet „overstated”, dass die Fakten die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht unterstützten?

Verteidigungsminister Robert M. Gates war deutlicher, wenn auch nicht ganz eindeutig.

Defense Secretary Robert M. Gates seemed to concede Friday that U.S. officials can’t say for sure whether the Iranian government is involved in assisting the attacks on U.S. personnel in Iraq.

“I don’t know that we know the answer to that question,” Gates said.

Gates räumte auch ein, dass es keine handfesten Beweise dafür gibt – wie US Quellen behauptet haben -, dass Iraner an dem Überfall in Karbala beteiligt waren, bei dem 5 US Soldaten zu Tode kamen.

Gates also acknowledged Friday that there was “a lot of speculation” about involvement by Iranians in the abduction and killings of five U.S. servicemen in Karbala last month. But he refused to say whether an investigation had turned up any evidence that Iranians took part.

“I would just tell you flatly that the investigation is still going on, and the information that I’ve seen is ambiguous,” Gates said. “It’s not clear yet.”

Ich denke, es ist nicht “overstated” zu sagen, dass diese Vorgänge fatal an die Behauptungen zu den Massenvernichtungswaffen im Irak erinnert, die als Prätext für die spätere Invasion dienten.

Das war schon jenseits dessen, was man sich vorab hätte vorstellen können. Nach all der Blamage, den Untersuchungsausschüssen und politischen Kontroversen nun ein ähnliches Manöver noch mal versuchen zu wollen, ist entweder maßlos keck oder bodenlos dumm.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

28. January 2007 - 08:16

Deja vu all over again. Die Vorwürfe, die derzeit gegenüber dem Iran erhoben werden, klingen für viele Ohren wie kaum veränderte Kopien dessen, was man Washington über den Irak behauptet hat – um anschließend in Bagdad einzumarschieren.

Das macht misstrauisch und dieses Misstrauen, so David E. Sanger heute in der NYT, spürt man auch im Weißen Haus.

[A]s they present their evidence, some Bush administration officials concede they are confronting the bitter legacy of their prewar distortions of the intelligence in Iraq. When speaking under the condition of anonymity, they say the administration’s credibility has been deeply damaged, which would cast doubt on any attempt by Mr. Bush, for example, to back up his claim that Iran’s uranium enrichment program is intended for bomb production.

Offensichtlich besteht auch aller Grund zum Misstrauen, denn Sanger gelingt es, einem “senior strategist for the Bush administration” folgendes Zitat zu entlocken:

“It’s never stated explicitly, but clearly we can’t make the case about Iran’s intentions,” said a senior strategist for the Bush administration who joined it long after evidence surfaced that Iraq had none of the illicit weapons that the administration cited as a reason to go to war.

Pardauz!

Es gibt noch zwei weitere Passagen in dem Artikel, die meine Augenbrauen steil nach oben gestellt haben.

Other briefings have included assessments that Russia and China will never join meaningful economic sanctions against a country that they do business with, so if Mr. Bush wants to apply military and economic pressure, he must do so outside the United Nations.

Vielleicht keine Weltneuheit, aber doch interessant zu lesen, dass man im Weißen Haus diese diplomatische Schiene als totes Gleis betrachtet.

Aber neu ist für mich, dass das Weiße Haus eine Strategie verfolgt, durch einen sinkenden Ölpreis den Iran von seinen wichtigsten Einnahmen abzuschneiden.

One result was a strategy that Mr. Bush approved in the fall to push back on all fronts and to force Iran to recalculate what administration officials call its cost-benefit analysis for challenging the United States. The effort to stop European and Japanese banks from lending money to Iran’s oil sector is part of the equation. So is pushing down the price of oil, though administration officials grow silent when asked whether Mr. Cheney or others have discussed with Saudi Arabia the benefits of pumping enough oil to push the price down and deprive Iran of revenues.

Zweifel an der neuen Politik der Konfrontation bestehen auch im Weißen Haus, zumindest was die militärische Komponente anbelangt. Die Absicht, das „iranische Netzwerk” im Irak „aufspüren und zerstreuen zu wollen”, indem man beispielsweise Mitglieder der Revolutionären Garden auf irakischem Boden unter Umständen auch erschiessen will, ist ein Spiel mit dem Feuer.

[A]dministration officials clearly worry that the Iranians may not back down, and that a confrontation could build up — especially if a midlevel American commander or a member of Iran’s military or paramilitary forces in Iraq miscalculated. Both Secretary of State Condoleezza Rice and Defense Secretary Robert M. Gates have warned against that risk, officials say.

Das ist die unmittelbare Gefahr, aber auch wenn die US Regierung derzeit Stein und Bein zu schwören bereit ist, dass sie nicht an einen Krieg gegen den Iran denkt, ist die Idee damit nicht vom Tisch.

Over the longer run, there is a continuing debate about whether military action may some day be necessary to set back Iran’s nuclear activities. For now American officials say they do not believe they have a good set of targets or the ability to contain Iran’s reaction. “It’s not a question of ideology,” one senior military official said, refusing to talk on the record about military planning. “We simply don’t have the forces to deal with the reaction. They’re busy.”

Gates: US haben wenig Handlungsmöglichkeiten

19. January 2007 - 07:02

Die USA können derzeit weder mit dem Iran verhandeln noch haben sie die Absicht, militärisch gegen Teheran vorzugehen – meint der neue US Verteidigungsminister Robert Gates.

“Nobody wants another conflict in this region. My view is that there are many courses of actions available that do not involve a conflict with Iran. There is no need for that.” (NYT)

Das klingt beruhigend, wenn auch nicht restlos überzeugend. Aber wenn keinen militärischen Konflikt, was dann? Gespräche? Diplomatie? Verhandlungen?

“Frankly, right at this moment there’s really nothing the Iranians want from us, and so in any negotiation right now we would be the supplicant,” Mr. Gates told reporters after talks with allies in the Persian Gulf.

Der Iran möchte nichts von den USA??? Das hört sich hier in Teheran aber ganz anders an. Die iranische Führung möchte nach eigenen Aussagen beispielsweise gern, dass die USA ihr aggressives Verhalten gegen sie einstellen. Sie möchten auch gern eine Perspektive für den Irak, die ihnen einen freundlich gesinnten und stabilen Nachbarn garantiert, der nicht als Aufmarschgebiet gegen Teheran herhalten will. Danben möchte Teheran auch ein paar recht bescheidende Dinge. Beispielsweise die Freigabe des iranischen Vermögens, das noch aus den Schah-Zeiten stammt und auf amerikanischen Konten eingefroren ist, die Aufhebung der von den USA verhängten Wirtschaftssanktionen, uneingeschränkten Zugang zu nuklearer Technologie, und dies sind nur einige Punkte.

Gates kann seine Aussage nicht wirklich ernst gemeint haben, zumal er selbst vor nicht allzu langer Zeit noch daran glaubte, dass es richtig sei, Gespräche mit dem Iran aufzunehmen. Das war, bevor er Verteidigungsminister wurde.

Man kann es einem Politiker nicht verübeln, dass er seine eigenen Ansicht zugunsten der Linie seines Präsidenten zurückstellt, aber man könnte vielleicht doch klügere Argumente erwarten.

Verständlich auch, dass Gates das Anführen von guten Argumenten schwer fällt. Er hat heute genau die entgegengesetzte Position zu vertreten. Früher Engagment, heute Konfrontation. Das kann zu Verwirrungen führen.

In meetings late Wednesday with King Abdullah of Saudi Arabia, Mr. Gates said the United States viewed Iraq, despite the close ties between some in its Shiite-dominated government and Shiite Iran, as a bulwark against Tehran, said a senior Defense Department official.

Davon war bislang nicht die Rede. Bisher hat Bush die Notwendigkeit, dem Iran entgegen zu treten, mit dem destabilisierenden Einfluss Teherans im Irak begründet.

Aber um mit Gates nicht zu streng zu sein: seine Sichtweise ist für mich die schlüssigere Erklärung für die neue US Politik. Die Bush Regierung hat mit dem Übergang zur Phase Zwei ihres Planes für den Mittleren Osten begonnen. Dem Irak wird der Iran bei der „Demokratisierung” folgen. Dass die Phase Eins noch gar nicht erfolgreich abgeschlossen ist, ist misslich, für das Weiße Haus aber nicht unbedingt ein Hindernis.

Aussagen, die man bereuen könnte VIII

6. December 2006 - 07:06

I think that military action against Iran would be an absolute last resort; that any problems that we have with Iran, our first option should be diplomacy and working with our allies to try and deal with the problems that Iran is posing to us. I think that we have seen in Iraq that once war is unleashed, it becomes unpredictable. And I think that the consequences of a conflict — a military conflict with Iran could be quite dramatic. And therefore, I would counsel against military action, except as a last resort and if we felt that our vital interests were threatened.

Die zukünftige neue US Verteidigungsminister Robert M. Gates gestern bei seiner Befragung vor dem US Senat.

Hersh: CIA ohne Beweise

19. November 2006 - 19:04

Seymour Hersh schreibt in der jüngsten Ausgabe des New Yorkers, auch die Wahlniederlage der Republikaner und der Rücktritt von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, hätten die Kreise um Vize-Präsident Dick Cheney nicht in ihrer Absicht gestoppt, eine Militäraktion gegen den Iran zu starten. Ziel sei eine Störung des iranischen Atomprogramms, im günstigsten Fall ein Sturz des Regimes.

In Washington werde heftig debattiert, ob die Aufnahme von Robert Gates als neuem Verteidigungsminister in das Kabinett ein Ende des dominierenden Einflusses der Cheney Gruppe im Weißen Haus bedeute oder nicht. Nichts genaues weiß man nicht. Ende ist offen.

Hersh glaubt aber ausgemacht zu haben, dass im Weißen Haus immer noch eine Denkrichtung starke Beachtung finde, die ein Vorgehen gegen den Iran favorisiere. Nicht nur um des Irans willen, sondern als Versuch, doch noch eine Lösung für das blutige Chaos im Irak zu finden.

But many in the White House and the Pentagon insist that getting tough with Iran is the only way to salvage Iraq. “It’s a classic case of ‘failure forward,’” a Pentagon consultant said. “They believe that by tipping over Iran they would recover their losses in Iraq—like doubling your bet. It would be an attempt to revive the concept of spreading democracy in the Middle East by creating one new model state.”

Man liest es mit Staunen und fragt sich, was diese Herren zum Frühstück essen, dass sie gegen jegliche Form von Realitätssinn und Einsicht so immun sind.

Cheney komme, so Hersh, bei seinen Angriffsplänen ein wenig ein CIA Report in die Quere, der feststellt, im Iran seien keine Spuren für ein militärisches Nuklearprogramm auszumachen.

The C.I.A. found no conclusive evidence, as yet, of a secret Iranian nuclear-weapons program running parallel to the civilian operations that Iran has declared to the International Atomic Energy Agency. (The C.I.A. declined to comment on this story.)

The C.I.A.’s analysis, which has been circulated to other agencies for comment, was based on technical intelligence collected by overhead satellites, and on other empirical evidence, such as measurements of the radioactivity of water samples and smoke plumes from factories and power plants. Additional data have been gathered, intelligence sources told me, by high-tech (and highly classified) radioactivity-detection devices that clandestine American and Israeli agents placed near suspected nuclear-weapons facilities inside Iran in the past year or so. No significant amounts of radioactivity were found.

Die Cheney Gruppe reagiere nach dem Muster Irak. Fakten, die den politischen Ziele im Wege stehen, werden entweder ignoriert oder angezweifelt.

A current senior intelligence official confirmed the existence of the C.I.A. analysis, and told me that the White House had been hostile to it. The White House’s dismissal of the C.I.A. findings on Iran is widely known in the intelligence community. Cheney and his aides discounted the assessment, the former senior intelligence official said. “They’re not looking for a smoking gun,” the official added, referring to specific intelligence about Iranian nuclear planning. “They’re looking for the degree of comfort level they think they need to accomplish the mission.” The Pentagon’s Defense Intelligence Agency also challenged the C.I.A.’s analysis. “The D.I.A. is fighting the agency’s conclusions, and disputing its approach,” the former senior intelligence official said.

Und es tauchen “Gegenbeweise” auf.

[I]ntelligence from Israeli spies operating inside Iran claimed that Iran has developed and tested a trigger device for a nuclear bomb. The provenance and significance of the human intelligence, or HUMINT, are controversial. “The problem is that no one can verify it,” the former senior intelligence official told me. “We don’t know who the Israeli source is. The briefing says the Iranians are testing trigger mechanisms”—simulating a zero-yield nuclear explosion without any weapons-grade materials—”but there are no diagrams, no significant facts. Where is the test site? How often have they done it? How big is the warhead—a breadbox or a refrigerator? They don’t have that.”

“Human Intelligence”, auf Deutsch: ein Spion, ist eine heikle Angelegenheit. Hersh erinnert an den Fall Curveball, einen Iraker, der vor dem Krieg zum BND mit Informationen zu einem angeblichen irakischen Programm für Massenvernichtungswaffen überlief. Obwohl Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkamen, wurde er zu einer Art Kronzeuge des Pro-Kriegs-Kampagne. Später stellte sich heraus, dass er aller Wahrscheinlichkeit mit einer irakischen Exilgruppe zusammenarbeitete, die die USA zum Krieg drängte.

Es soll aber noch andere Informationen / Hinweise (?) geben, die die Geschichte mit den Trockentests mit nuklearen Zündern stützen.

He said that the information about the trigger device had been buttressed by another form of highly classified data, known as MASINT, for “measuring and signature” intelligence. The Defense Intelligence Agency is the central processing and dissemination point for such intelligence, which includes radar, radio, nuclear, and electro-optical data. The consultant said that the MASINT indicated activities that “are not consistent with the programs” Iran has declared to the I.A.E.A. “The intelligence suggests far greater sophistication and more advanced development,” the consultant said. “The indications don’t make sense, unless they’re farther along in some aspects of their nuclear-weapons program than we know.”

Ich verstehe nichts von technischer Spionage. Aber so viel glaube ich doch zu verstehen: mit Hilfe von Radar und allerlei Messgeräten scheinen die Leute von der militärischen Spionage herausgefunden zu haben, dass die Iraner Dinge treiben, die für ein ziviles Nuklearprogramm, so wie es der IAEA bekannt ist, keinen Sinn machen.

Ist das nicht ein wenig vage und warum werden diese Daten dann nicht der IAEA übergeben, damit diese von Teheran Zugang zu den Anlagen und ggfs. Aufklärung verlangen kann?

Vielleicht ist dies der Punkt, ein wenig zu sortieren, was Hersh da zu berichten weiss.

1. Die CIA hat außer in den der IAEA gemeldeten iranischen Anlage keine weiteren Spuren von radioaktivem Material und damit keine Hinweise auf ein verstecktes Programm gefunden. Das bedeutet theoretisch natürlich nicht, dass ein solches Programm nicht existiert, aber der Schluss, obwohl wir nichts gefunden haben, ist es da, kann man nach den Erfahrungen im Irak niemandem mehr abkaufen.

2. Der Hinweis auf geheime Test mit einem nuklearen Zünder stammt aus einer einzigen Quelle, die bislang nicht zu verifizieren ist und stammt zudem noch von einer Partei (Israel), die aus Gründen der eigenen Sicherheit ein nachhaltiges Interesse an einem militärischen Vorgehen der USA gegen den Iran hat.

3. Selbst wenn der Test mit dem Zünder stattgefunden hat, sagt dies erst einmal nur, dass der Iran an dem Bau eines Atomsprengkörpers arbeitet. Es sagt nichts darüber aus, wie weit Teheran von diesem Ziel noch entfernt ist. Ein erfolgreicher Test würde allenfalls den Zeitpunkt ein wenig verkürzen.

4. Zum Bau einer Atombombe ist eine ausreichende Menge (20 bis 25 kg) hochangereichertes Uran notwendig. Es gibt keinerlei Hinweise darauf (siehe der von Hersh genannte CIA Report), dass der Iran auch nur ein einziges Gramm davon besitzt. Nach Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Fachleute benötigt der Iran etwa drei bis fünf Jahre, um das notwendige Uran zu produzieren.

5. Ist die ausreichende Menge an Uran vorhanden, muss sie noch zu einem Sprengkörper umgebaut werden. Auch dies ist kein einfacher Prozess, den man einfach simulieren kann. Der Zünder ist dabei nur ein Teil dieses komplexen Vorgangs.

6. Noch einmal: es existiert kein bekannter Hinweis darauf, dass der Iran derzeit ein militärisches Nuklearprogramm betreibt.

All dies bedeutet nicht, dass das iranische Atomprogramm harmlos ist. Es gibt eine Vielzahl von Unstimmigkeiten, was den Umfang dieses Programms, sowie einzelne Komponenten anbelangt. Warum beharrt der Iran auf die Anreicherung, wenn es bislang noch nicht einmal einen Reaktor gibt, der mit dem zu produzierenden Brennstoff betrieben werden soll? Wenn tatsächlich neben Bushehr sechs weitere Atomkraftwerke gebaut werden sollen, dann wird die geplante Anlage in Natanz nicht ausreichen, um sie alle mit Brennstoff zu versorgen? Wie viel Uranerz hat der Iran eigentlich? Wozu der Schwerwasserreaktor in Arak?

Zudem weigert sich der Iran, der IAEA erschöpfende Auskunft zu einigen fragwürdigen Entdeckungen zu geben.

ABER: von einem unmittelbaren, direkten Bau einer Atombombe kann nach all dem, was bislang bekannt ist, nicht die Rede sein.

Seriöse Beobachter glauben, dass der Iran die Fähigkeit anstrebt, eine Bombe bauen zu können, die letzte Entscheidung über den Bau aber noch nicht getroffen worden ist.

Es bleibt also noch Zeit für Diplomatie. Hersh zitiert Patrick Clawson, den Iran Experten des (konservativen) Washington Institute for Near East Policy.

“Why talk about war?” he said. “We’re not talking about going to war with North Korea or Venezuela. It’s not necessarily the case that Iran has started a weapons program, and it’s conceivable—just conceivable—that Iran does not have a nuclear-weapons program yet. We can slow them down—force them to reinvent the wheel—without bombing, especially if the international conditions get better.”

Ich habe dem Hersh Artikel vor allem entnommen, dass die US Regierung offensichtlich noch weniger Beweise für ein iranisches Atombombenprogramm hat, als man annehmen sollte. Das ist nicht unbedingt die ganz große Überraschung. Erst im April dieses Jahres kam ein Ausschuss des US Repräsentantenhaus nach längerer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Kenntnisse der amerikanischen Gemeindienste über den Iran alles andere als „angemessen” seien.

Nach eine interessante Geschichte aus dem Hersh Artikel am Rande.

In the past six months, Israel and the United States have also been working together in support of a Kurdish resistance group known as the Party for Free Life in Kurdistan. The group has been conducting clandestine cross-border forays into Iran, I was told by a government consultant with close ties to the Pentagon civilian leadership, as “part of an effort to explore alternative means of applying pressure on Iran.” (The Pentagon has established covert relationships with Kurdish, Azeri, and Baluchi tribesmen, and has encouraged their efforts to undermine the regime’s authority in northern and southeastern Iran.) The government consultant said that Israel is giving the Kurdish group “equipment and training.” The group has also been given “a list of targets inside Iran of interest to the U.S.” (An Israeli government spokesman denied that Israel was involved.)

Party for Free Life? Nie von gehört.