Sarkozy verkündet Übereinstimmungen mit Putin
10. October 2007 - 07:28
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat gestern den russischen Präsident Wladimir Putin besucht, um u.a. über den Iran zu reden.
“Our positions moved much closer together” on Iran, Sarkozy told reporters. He mentioned “many convergences” over Iran during their three hours of talks Tuesday night. (AP)
Einzelheiten nannte er – natürlich – nicht, sondern er beließ es bei Andeutungen.
The French leader said he discussed diplomatic successes with North Korea as a possible example for the Iran dilemma, noting the influence China had in bringing North Koreans to negotiations.
Als Leser iranischer Zeitungen gewohnt zwischen den Zeilen zu lesen, verstehe ich das so, dass Sarkozy Russland gern eine aktivere und vielleicht auch gewichtigere Rolle in den Verhandlungen mit Teheran einräumen möchte. Das wird Putin sicher nicht nein gesagt haben.
Ich habe aber meine starken Zweifel, ob sich die beiden Präsidenten in der Sache wirklich angenähert haben. Während Sarkozy auf mehr Druck = weitere Sanktionen drängt, sträubt sich Putin gegen jede weitere Eskalierung und will erst einmal nichts unternehmen, bis man mehr weiß, ob die gegenwärtigen Gespräche zwischen dem Iran und IAEA zu einem Ergebnis führen.
Sarkozy hatte noch erst am Montag lautstark verkündet, er werde von seiner Position nicht abrücken.
“Between resignation (to Iran’s nuclear ambitions) and war — and these two words are not in my lexicon — there is a responsible stance: toughening sanctions with the aim of bringing Iran to its senses,” Sarkozy said.
“No one should put in doubt France’s seriousness and resoluteness on this issue,” he said in the interview in Russia’s state-run Rossiiskaya Gazeta daily.
“We are talking about protecting our collective security from the danger of nuclear proliferation. I will not give ground on an issue which is of such great importance.” (Reuters)
Nächste Woche fährt Putin nach Teheran. Schaun wir mal.
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