Rice steht zweitem Gespräch mit Iran abwartend gegenüber
9. June 2007 - 06:33
US Außenministerin Condoleezza Rice äusserte sich in einem Interview mit AP sehr zurückhaltend, ob ein zweites Gespräch mit den Iran nach der ersten Runde in Bagdad am 28. Mai stattfinden wird.
“Ryan’s [Crocker, US Botschafter in Bagdad; ME] conversations — if they happen again,” would aim to send a strong message to Iran about its behavior in Iraq, Rice said. “The Iraqis would like it to happen again. We haven’t determined when and if it makes sense.”
Die USA versuchen öffentlich den Eindruck zu erwecken, solche direkten Kontakte mit Teheran dienten in erster Linie dazu, dem Iran mal ordentlich die Leviten zu lesen, dass die (angebliche?) Unterstützung der Aufständischen mit Geld und Waffen für Washington nicht akzeptabel sei.
Um sich dies anzuhören, ist die iranische Delegation sicher nicht nach Bagdad gefahren und hat auch nicht im Anschluss an die ersten Runde ihre Bereitschaft zu einer Fortsetzung der Kontakte erklärt.
Rice versucht eine schwierige Balance. Auf der einen Seite versucht sie den Eindruck zu vermeiden, die USA ließen sich auf Verhandlungen mit Teheran ein, die auch das umstrittene iranische Atomprogramm mit einschließen könnten, bevor der Iran die Forderung erfüllt hat, alle Arbeiten einstweilen einzustellen.
Auf der anderen Seite ist Washington aber auch an einem Dialog mit dem Iran interessiert, der vielleicht einen Ausweg aus dem gegenwärtigen Dilemma im Irak bieten könnte und der vielleicht auch eine langfristige Perspektive zu einer Art von Nebeneinander der beiden Staaten eröffnen könnte.
Von verschiedenen Seiten ist zu hören, dass bereits hinter den Kulissen über die Vorbedingungen einer zweiten Runde diskutiert wird, wobei sich beide Seiten so aufführen, als ob ihnen eigentlich gar nichts daran gelegen ist.
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