Wie üblich “konstruktiv”
Olli Heinonen, stellvertretender Direktor der IAEA, ist seit Mittwoch im Iran und hat sich in den vergangenen zwei Tagen mit Vertretern der iranischen Atomenergiebehörde getroffen.
Es geht wieder einmal um die letzten noch offen stehenden Fragen, die die IAEA gern von Teheran beantwortet hätte, nachdem die überwiegende Mehrheit der anderen offenen Punkte Anfang des Jahres abgeschlossen wurden.
Die Geschichte ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Im Mittelpunkt stehen Dokumente, die zum überwiegenden Teil auf einem obskuren Laptop gefunden wurden. Es handelt sich um Zeichnungen für den Bau eines Raketensprengkopfes, die Umformung von waffenfähigem Uran in Halbkugeln, Testanlagen, u.a.
Der Iran hatte in einem (nach iranischen Angaben) 200seitigen Schreiben dazu Stellung bezogen, das bislang aber nicht bekannt wurde. Offiziell hat Teheran an die Vorwürfe zurückgewiesen und von „Fälschungen“ gesprochen.
Dann gab es ein Hin und Her darüber, dass viele der Dokumente zwar von den USA stammten, Washington der IAEA aber nicht erlauben wollte, wie üblich dem Iran die Gelegenheit zu geben, die Originale anzuschauen.
Und dann war die öffentliche Diskussion zumindest zu Ende. Wieder auftauchen wird das Thema aber in den kommenden Bericht der IAEA zum Iran, in dem protokolliert werden wird, welche Fortschritte in dieser Frage gemacht wurden.
Wie üblich sagte Heinonen, der für seine aggressive Haltung bei der Aufklärung dieser Dinge bekannt ist, nichts über den Verlauf der Gespräche.
Der Iran, der darum bemüht ist, sich als vorbildliches Mitglied des Atomwaffensperrvertrages darzustellen, nannte die Gespräche „konstruktiv“.
“Talks with IAEA in the past two days were constructive and the two sides have reached some agreements,” Mohammad Saeedi, deputy head of Iran’s Atomic Energy Organization, told Iran’s ISNA news agency without elaborating.
“Such talks (on Iran’s cooperation with IAEA) will continue in the future,” Saeedi told ISNA. (Reuters)
Immer gesprächsbereit, aber leider keine konkreten Ergebnisse. Wie üblich.
gepostet am 8. August 2008 um 20:36 von unter Technologie, Atomenergiebehörde. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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