Khamene-i für Verhandlungen
Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamene-i, die entscheidende Instanz in alle grundsätzlichen politischen Fragen des Landes, scheint mit dem Gang der Dinge durchaus zufrieden zu sein und sprach sich heute für die Aufnahme von Verhandlungen mit den P5+Deutschland aus.
“Iran has decided to take part in negotiations but it will not accept any threat,” state television quoted Khamenei as saying. …
“Our red lines are clear and if the other parties respect the Iranian people, the dignity of the Islamic republic and these red lines, our officials will negotiate as long as no one makes any threats against Iran.” (AFP)
Mit den “roten Linien” sind im Iran gemeinhin das Recht auf ein eigenes ziviles Nuklearprogramm im allgemeinen sowie das Recht auf eine eigene Urananreicherung im besonderen gemeint.
Khamene-i äußerst sich selten zu tagespolitischen Fragen. Um so mehr Gewicht besitzt seine heutige Erklärung.
Im Iran scheint man erstmals die Chance zu erkennen, mit dem Westen in ein sinnvolles Gespräch eintreten zu können, in dem auch die Sicherheitsbelange und regionalen Interessen Teherans nicht ausgeklammert werden.
Die Ankündigung, die USA werden William Burns nach Genf schicken, hat sicher nicht geschadet.
gepostet am 16. July 2008 um 16:17 von unter Diplomatie, Ayatollah Ali Khamene-i. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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