6000 neue P1

9. April 2008 - 06:48

8. April – zweiter Jahrestag der erfolgreichen Anreicherung von schmalen Spuren von Uran und seither “Tag der Nukleartechnologie in der Islamischen Republik.

Präsident Mahmoud Ahmadinejad verlieh feierlich in der Urananreicherungsanlage in Natanz 40 Medallien an verdiente iranische Atomwissenschaftler und verkündigte die Installation von weiteren 6.000 Zentrifugen.

Iran has started installing “6000 new centrifuges” at the Natanz enrichment plant, President Mahmud Ahmadinejad announced after visiting the nuclear enrichment facility on Tuesday. (Tehran Times)

Ahmadinejad ist gern den Dingen ein wenig voraus und der Beginn der Installtion ist noch lange nicht die Fertigstellung, aber wenn diese Phase abgeschlossen wird, dann würde der Iran insgesamt über 9.000 Zentrifugen verfügen – theoretisch ausreichend, um in drei bis vier Monaten die ausreichende Menge an hochangereichertem Uran für einen Nuklearsprengstoff zu verfügen.

Was verblüfft ist, dass der Iran weiter auf die etwas veraltete und weniger effiziente P1-Technologie setzt, obwohl gleichzeitig Versuche mit der verbesserten IR-2-Variante durhgeführt werden.

In his address at the meeting, the president said the testing of the new advanced centrifuges, which can enrich uranium five times faster than the current machines, will be finished in the next three months.

China: Keine Informationen an die IAEA

3. April 2008 - 21:12

China bestreitet, irgendwelche Informationen zum iranischen Atmprogramm an die IAEA übergeben zu haben, weshalb AP heute folgenden Satz melden muss

An Associated Press report published Wednesday was “totally groundless and out of ulterior motives,” Chinese Foreign Ministry spokeswoman Jiang Yu said. She did not give further details. (AP)

China übergibt Informationen an IAEA

2. April 2008 - 21:41

China hat der IAEA Geheimdienstinformationen zu Irans Nuklearprogramm übergeben, hat George Hahn / AP von zwei ungenannten Diplomaten erfahren.

China has recently given the International Atomic Energy Agency intelligence about Iran’s nuclear program despite Beijing’s opposition to harsh U.N. Security Council sanctions on Tehran, according to diplomats familiar with the matter. (AP)

China soll nicht das einzige Land sein, dass in jüngster Zeit Geheimdienstinformationen zu Iran der IAEA zur Verfügung gestellt hat.

The diplomats said Beijing was the most surprising entry in a substantial list of nations that have recently forwarded information that could be relevant in attempts to probe past or present nuclear weapons research by Iran.

The diplomats — who demanded anonymity because their information was confidential — attributed a generally increased flow of information to the U.N. nuclear watchdog to concern sparked by a February multimedia presentation by the agency to its 35 IAEA board members, which described intelligence previously forwarded by member states on Iran’s alleged clandestine nuclear arms program.

Wunderbar. Je mehr Informationen, um so besser.

Russland drängt den Iran zu verhandeln

1. April 2008 - 06:47

Am 3. März hat der UN Sicherheitsrat die auf längere Zeit wohl erst einmal letzten Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Diese Entscheidung war damals mit der Ankündigung verbunden, die P5 + Deutschland würden neue Anstrengungen unternehmen, um mit Teheran eine diplomatische Lösung des Konfliktes zu erreichen – was prompt vom iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad mit der Äusserung quittiert wurde, sein Land werde über diese Angelegenheit mit niemandem anders als der IAEA mehr reden.

Gestern nun nutzte der russische UN Botschafter Witali Tschurkin eine Pressekonferenz in New York, um die iranische Regierung öffentlich dazu zu drängen, ihre Blockade aufzugeben.

“Their (Iran’s) statements of a negative nature towards the negotiations are certainly not helpful and not constructive,” Russian Ambassador to the United Nations Vitaly Churkin told reporters.

“We hope that will change, because the only way to resolve this matter politically and diplomatically is through negotiations,” he said. (Reuters)

Grundlage für neue Verhandlungen soll ein verbessertes Paket mit wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Anreizen sein, mit dem Teheran der Verzicht auf eine eigene Urananreicherung schmackhaft gemacht werden soll.

Das ist nun fast einen Monat her, ohne dass öffentlich viel über dieses neue Paket bekannt wurde. Offensichtlich ist man noch nicht sehr weit damit gekommen.

Churkin also said the six powers would have to do their part as well by making the package of political and economic incentives on offer to Iran as attractive as possible.

“The six will continue developing and enriching their approach in order to make the prospect of negotiations more interesting to the Iranians,” he said.

Besonders dringlich scheint die Angelegenheit nicht zu sein.