Streit zwischen ElBardei und seinen technischen Experten?
AFP meldet heute – gestützt auf namentlich nicht genannte westliche Diplomaten -, es gebe Auseinandersetzungen zwischen IAEA Generaldirektor Mohammed ElBaradei und den technischen Experten der Behörde über die Bewertung der Ergebnisse der Aufklärung der offenen Fragen mit dem Iran. Aus diesem Grund müsse der mit großer Spannung erwartete Bericht zu diesem Thema wohl um eine Woche verschoben werden.
However, [sagt einer der ungenannten westlichen Diplomaten; ME] “there were disagreements between ElBaradei and his technical staff. ElBaradei is pushing for one thing, while the people who went on a technical visit to Iran during January disagree. It should now be published maybe one week later, so in the last week of February.”
Another diplomat, who similarly insisted on not being identified in view of the confidentiality of the information, suggested the same thing.
“I’ve heard that some of his technical staff are not happy,” said the diplomat, who has knowledge of the IAEA’s workings.
“There’s a concern that most of the big issues are going to be declared as resolved when there’s still a feeling that they’re anything but.”
Heißt: ElBaradei glaubt zufriedenstellende Antworten erhalten zu haben, seine technischen Experten glauben dies nicht.
Könnte auch heißen: ElBaradei könnte aus politischen Motiven geneigt sein, Gnade vor Recht ergehen zu lassen, wobei die technischen Experten nicht mitspielen wollen.
Schwer zu beurteilen, so lange nicht bekannt ist, welche Antworten der Iran zu den offenstehenden Fragen gegeben hat.
Leute, die ebenfalls mit der Iran Akte bei der IAEA vertraut sind, haben mir wiederum erzählt, dass der Druck einiger interessierter Staaten auf die IAEA enorm wächst, dem Iran unter keinen Umstände zu bescheinigen, dass keine Anzeichen für ein militärisches Programm in der Vergangenheit vorliegen. Nach dem NIE würde eine solche Aussage allen weiteren Versuchen, den Iran mit UN Sanktionen unter Druck zu setzen und international zu isolieren, den letzten Wind aus den Segeln nehmen.
Sollten die von AFP zitierten „westlichen Diplomaten“ aus den Staaten stammen, die wie die USA, Großbritannien und Frankreich auf mehr Druck drängen, könnten diese „Leaks“ auch ein Versuch sein, ein für den Iran positives Ergebnis des Berichtes als politisches Manöver von ElBaradei darzustellen, das sachlich nicht gerechtfertigt sei.
gepostet am 11. February 2008 um 21:51 von unter Technologie, Atomenergiebehörde. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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