Iran testet P-2 Zentrifugen in Natanz
Mark Heinrich meldet aus Wien, der Iran habe begonnen, die technisch fortgeschritteneren P-2 Zentrifugen in der Pilotanlage in Natanz zu installieren und zu testen.
Iran is testing an advanced centrifuge at its Natanz nuclear complex, diplomats said on Wednesday, a move that could lead to Tehran enriching uranium much faster and gaining ability to build atom bombs. (Reuters)
Bislang hat Teheran mit dem älteren Modell der P-1 gearbeitet, von denen etwa 3.000 Stück in Natanz installiert wurden. Mit dieser Einrichtung wurden bislang kleinere Mengen an Uran angereichert und es ist unklar, mit welcher Kapazität diese Maschinen betrieben werden. Vieles deutet darauf hin, dass der Iran immer noch mit Schwierigkeiten kämpft, die Anlage reibungslos zu betreiben.
Die Pläne für den Bau der P-1 und auch ein paar Muster, an denen die iranischen Techniker den Nachbau üben konnten stammten von dem berüchtigten pakistanischen Atomwissenschaftler und Schwarzmarkthändler A.Q. Khan.
Von der selben Quelle hatte Teheran auch Blaupausen für das fortgeschrittenere P-2 Modell bezogen.
But diplomats tracking Iran’s dossier said it had started mechanical tests, without nuclear material inside, of a more efficient model in the pilot wing of the vast Natanz plant.
“The Iranians have begun to run in the advanced model. It’s not yet known what stage the testing has reached or exactly how many there are, although it appears to be several dozen,” said a Western diplomat with access to intelligence.
A senior diplomat familiar with the International Atomic Energy Agency’s file on Iran confirmed it recently began testing centrifuges based on a “P-2″ design, used more recently in the West and able to enrich uranium 2-3 times as fast as the P-1.
Wird für die Produktion einer ausreichenden Menge von hochangereichertem Uran für eine Atombombe mit 3.000 P-1 Zentrifugen etwa ein Jahr benötigt, würde weniger als die Hälfte an P-2 Zentrifugen notwendig sein, um das selbe Ziel im gleichen Zeitraum zu erreichen.
Der Iran hatte gegenüber der IAEA eingestanden, im Jahr 1994 Zeichnungen für die P-2 erhalten zu haben. Diese Pläne hätten aber bis 2002 unberührt in der Schublade gelegen. Erst dann habe man eine Firma damit beauftragt, das fortgeschrittene Modell zu bauen. Die Firma sei aber an dem Unternehmen gescheitert, weshalb die Geschichte im Jahr 2003 wieder eingestellt worden sei.
Im Jahr 2004 hat Teheran dann die IAEA davon informiert, dass in „absehbarer Zeit“ die Arbeiten an der P-2 wieder aufgenommen werden sollten. Im April 2006 erklärte Präsident Ahmadinejad öffentlich, es werde wieder an der neuen Technologie gearbeitet. Anfragen der IAEA blieben unbeantwortet.
Im August 2006 trat der National Council of Resistance of Iran (NCRI) mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, die P-2 Zentrifugen würden bereits in einem geheimen Betrieb östlich von Teheran produziert.
Der IAEA war die Geschichte nie ganz geheuer. So stellte sie bei Inspektionen fest, dass die Firma, die 2002 mit der Fertigung beauftragt wurde, in kurzer Zeit sehr erstaunliche und schwer erklärbare Fortschritte gemacht hatte. Zudem tauchten immer wieder Meldungen auf, dass Teheran versucht habe, wichtige Bauteile wie beispielsweise Magnete zu kaufen.
Verwirrend ist zudem, dass der Iran einen hohen Aufwand an Energie in den Bau der Anlage mit den P-1 Modellen in Natanz investiert hat. Ohne diese Technologie wirklich zu beherrschen und nennenswerte Mengen an angereichertem Uran produziert zu haben, werden nun erste Test mit der besseren Technologie durchgeführt.
gepostet am 7. February 2008 um 07:45 von unter Technologie, Atomenergiebehörde, A.Q. Khan. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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