Noch Wochen bis zu neuer Resolution

Gestern äußerten einige Mitglieder des UN Sicherheitsrates zum ersten Mal öffentlich, was sich in den letzten Tagen bereits abgezeichnet hatte: einen neuer Sanktionsbeschluss zum Iran – wenn er denn kommt – wird noch einige Wochen auf sich warten lassen.

“It will take maybe a few weeks,” deputy Chinese ambassador to the United Nations, Liu Zhenmin, told reporters ahead of the meeting at the British mission. He gave no further details. (Reuters)

Sein Kollege aus Südafrika wurde ein wenig deutlicher.

South African Ambassador Dumisani Kumalo said his country would like to wait for the upcoming progress report by Mohamed ElBaradei, head of the United Nations’ Vienna-based International Atomic Energy Agency, on inspections in Iran.

“I think the IAEA report is very important because they are … the experts,” he said. “Let’s see what they have to say.”

Dieser Bericht wird jetzt in der dritten Februarwoche erwartet.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte schon angedeutet, dass eine zufriedenstellende Kooperation Teherans bei der Beantwortung der Fragen, die die IAEA zum iranischen Nuklearprogramm hat, für Moskau ein sehr bedeutender Faktor in der weiteren Diskussion um Sanktionen darstellt.

Lawrow klang sogar so, als können Sanktionen ausgesetzt oder gar gänzlich aufgehoben werden, wenn die iranischen Antworten zufriedenstellend ausfallen.

Der russische Botschafter bei der UN stellte allerdings gestern klar, dass es noch andere „Anforderungen des Sicherheitsrates“ gibt.

Russian Ambassador Vitaly Churkin said the IAEA report was significant, but added that council demands were also crucial.

“The track of Iran’s cooperation with the IAEA is very important and I hope it will continue,” he told reporters. “But … there is another side of the story, which has to do with certain requirements of the Security Council, and we need to be mindful of that as well.”

Gemeint dürfte wohl sein, dass der Sicherheitsrat vom Iran nicht nur das Aufdecken aller Karten sondern auch eine Aussetzung seiner Urananreicherung verlangt.

Kommentare

Es ist kein Kommentar vorhanden. Kommentar hinzufügen!

Kommentar schreiben

Alle mit * gekennzeichneten Felder sind erforderlich. Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.