Zweites Gleis
Die Politik gegenüber dem Iran – so werden die westlichen Vertreter nicht müde zu beteuern – ist doppelgleisig. Auf der einen Seite Druck, um Teheran zum Wohlverhalten zu zwingen, auf der anderen Seite das Angebot zu Gesprächen, um eine beiderseitig zufriedenstellende Lösung zu finden.
Nachdem die P5 + Deutschland sich am Montag im Berlin auf eine leichte Ausweitung der bestehenden Sanktionen verständigt haben, sah es US Außenministerin Condoleezza Rice gestern wohl als ihre Pflicht an, auch noch mal auf das zweite Gleis hinzuweisen.
“Ultimately, though, we believe that we can resolve this problem through diplomacy,” Rice said …
“If Iran would suspend its uranium enrichment and reprocessing activities - which is an international demand, not just an American one - then we could begin negotiations, and we could work over time to build a new, more normal relationship,” she said.
Rice said this new relationship could be defined not by fear and mistrust but growing cooperation, expanding trade and exchange, and the peaceful resolution of differences. (Reuters)
Wenn sie noch hinzu gefügt hätte, die USA würden ihrerseits alle Drohungen mit einem militärischen Angriff einstellen (einige “Optionen” vom Tisch nehmen), die amerikanischen Sanktionen gegenüber dem Iran suspendieren und Teheran nicht mehr beschuldigen, weltgrößte Unterstützer des Terrorismus zu sein, dann würden die Chancen erheblich wachsen, dass man ihr Gesprächsangebot ernst nehmen könnte.
gepostet am 24. January 2008 um 00:31 von unter Diplomatie, USA, Condoleezza Rice. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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