ElBaradei nach Teheran

Die Meldung von Reuters ist kurz und knapp.

International Atomic Energy Agency director Mohamed ElBaradei will visit Iran on January 11-12 to help resolve outstanding questions about Iran’s disputed atomic program, an IAEA spokeswoman said on Monday.

Nichts weiter als Routine?

Gewöhnlich macht sich der Generaldirektor der IAEA nicht die Mühe, lange Reisen zu unternehmen, wenn es nicht auch um Besonderes geht.

Georg Jahn von AP berichtet bei AP, Grund der Reise seien Schwierigkeiten und Verzögerungen, die bei der Aufklärung der noch offen stehenden Fragen zum iranischen Nuklearprogramm aufgetaucht seien.

ElBaradei last year said he expected to complete the investigation by December 2007. But diplomats familiar with the situation who demanded anonymity because their information is confidential have told The Associated Press that agency experts have encountered obstacles.

ElBaradei reise nun nach Teheran, um diese “Hindernisse” aus dem Wege zu räumen. Welcher Art die „Hindernisse“ sind, weiss auch Jahn leider nicht zu berichten.

Die schrittweise Beantwortung der von der IAEA vorgelegten Fragen ist derzeit der größte diplomatische Trumph des Irans. Gelingt es Teheran, alle Fragen zufriedenstellend zu beantworten, dann lässt sich nur noch schwerlich behaupten, der Iran betreibe im Geheimen Unlauteres und Verdächtiges.

Möglich ist, dass die IAEA, die selbst wegen ihrer Kooperation mit dem Iran unter Druck steht, noch einige Fragen nachgeschoben hat, die in dem im August letzten Jahres vereinbarten Fahrplan nicht vorgesehen waren, und Teheran weigert sich, diese zu beantworten.

Möglich ist aber auch, dass das iranische Regime sich selbst mal wieder in die Quere kommt und Probleme bereitet, an denen es selbst die geringsten Interessen hat. Es wäre nicht daserste Mal.

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