IAEA und Iran beginnen mit Aufklärung der offenen Fragen

Vertreter der IAEA und des Irans haben gestern in Teheran mit der Aufklärung der ersten der in der Vereinbarung vom August festgelegten offenen Frage zur Vergangenheit des iranischen Nuklearprogramms begonnen.

The talks with International Atomic Energy Agency officials “will continue in the next two or three days,” Foreign Ministry spokesman Mohammad Ali Hosseini told the state broadcaster IRIB. (Reuters)

Thema sind die P2-Zentrifugen, die der Iran besitzen / nicht besitzen / gebaut / nicht gebaut haben könnte.

Diese Metallzylinder dienen zur Urananreicherung. Die Zentrifugen, die der Iran in seiner Anlage in Natanz einsetzt wurden nach Konstruktionsplänen und Prototypen gebaut, die vom „Vater der pakistanischen Atombombe“ A. Q. Khan geliefert wurden.

Diese erste Generation von Zentrifugen, P1, ist aber inzwischen veraltet. Das Nachfolgemodell P2 ist weit effektiver.

Die IAEA fragt sich, warum der Iran eine veraltete Technologie benutzt, wo es doch Besseres gibt. Zudem hat der Iran in der Vergangenheit mal mit P2 Zentrifugen experimentiert, dieses Unternehmen aber wieder eingestellt. Präsident Ahmadinejad hatte zudem im April letzten Jahres erklärt, der Iran wolle die Entwicklung der P2 Zentrifugen wieder aufnehmen, ohne dass aber bekannt wurde, dass diesen Worten auch Taten folgten.

Sollte der Iran P2 Zentrifugen benutzen, könnte er weiter schneller als mit der P1 Technologie das notwendige hochangereicherte Uran für einen nuklearen Sprengkopf produzieren.

Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass diese P2 Zentrifugen irgendwo im Iran existieren, aber verständlicherweise möchte die IAEA es doch gern ein wenig genauer wissen.

Mit den gestern aufgenommen Gesprächen hält sich Teheran an den umstrittenen Fahrplan. Aber es ist ja auch erst der Anfang eines längeren Prozesses.

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