Own Thing

Die Verhandlungen zwischen dem stellvertretenden Generaldirektor der IAEA, Olli Heinonen, und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrates des Irans, Javad Vaeedi, hatten gestern noch gar nicht richtig begonnen, da hielt es Irans Chefunterhändler in Sachen Atom, Ali Larijani, bereits für angebracht, schon einmal zu drohen.

If more sanctions are imposed “the path taken so far will end and Iran will take its next steps,” Larijani warned.

“We are ready to take our next steps in coordination with you (world powers) but, if not, we will do our own thing.” (AFP)

Dem Zuhörer blieb überlassen, sich selbst einen Reim darauf zu machen, was denn dieses “own thing” sein könnte.

Klarheit besteht nun immerhin darüber, warum sich der Iran mit der IAEA an einen Tisch setzt. Yup. Teheran will eine neue Sanktionsresolution verhindern und dabei möglichst viel Zeit schinden. Irgendjemand überrascht?

Man kann das iranische Verhalten aber auch aus einer anderen Perspektive sehen: die Kombination von zunehmendem Druck mit Anreizen (vorerst keine weiteren Sanktionen) scheint durchaus zu funktionieren.

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