Rafsanjani: Gespräche enttäuschend

Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsanjani, immer noch ein einflussreicher Politiker im Iran, ist enttäuscht – und ich bin es irgendwie auch.

Während seiner Rede beim heutigen Freitagsgebet in Teheran klagte er darüber, dass die Gespräche mit den USA über die Sicherheitssituation im Irak zu nichts führen würden.

“Some rather ineffective talks have started. We hope realities are taken into account. So far the Americans have not sent good signals, claiming in every meeting that we are interfering there,” Rafsanjani said in his Friday prayer sermon. (AFP)

Man kann es ihm nachfühlen, denn für jedermann, der direkte Gespräche zwischen dem Iran und den USA als besten Weg aus der Krise sieht, muss vom schleppenden Verlauf der bislang zwei Runden an Tuchfühlung frustriert sein.

Enttäuschend ist aber auch, dass offensichtlich sich die Vertreter beider Seiten zu keinem anderen Zweck an einen Tisch setzen, um gegenseitige Beschuldigungen auszutauschen. Ich hatte spekuliert, dass – wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit – mehr geschehen würde.

Einziger Trost: auch Rafsanjani ist enttäuscht.

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