Brown mit scharfen Tönen
Sollte jemand nach dem Wechsel von Tony Blair zu Gordon Brown gedacht / gehofft / geglaubt haben, dies sei auch mit einem Wechsel zu einem Kurs verbunden, den Iran mehr zu engagieren und den Akzent stärker auf eine diplomatische Lösung zu legen, hat sich getäuscht.
In seiner ersten öffentlichen Äußerung zum Thema Iran schlug Brown recht scharfe Töne an.
British Prime Minister Gordon Brown said on Monday he would not rule out military action against Iran, but believed a policy of sanctions could still persuade Tehran to drop its disputed nuclear program.
“I firmly believe that the sanctions policy that we are pursuing will work, but I’m not one who’s going forward to say that we rule out any particular form of action,” Brown told a news conference, when asked if he would rule out a military strike against Iran. (Reuters)
Nicht erwähnt hat er die Gespräche, die der EU Außenbeauftragte Javier Solana derzeit mit dem Iran führt und es fehlte auch die Standardformulierung von der „Hoffnung auf eine diplomatische Lösung“.
Statt dessen:
“I appeal to the Iranian authorities to understand the feelings that other countries have about the development of their nuclear weapons program.”
Klingt fast schon rührend.
Nur: welches Atomwaffenprogramm? Bislang hat noch keine ernstzunehmende Quelle behauptet, der Iran betreibe ein Atomwaffenprogramm. Bislang wissen wir nur von einem Atomprogramm, das der Iran zu militärischen Zwecken nutzen könnte, wenn sich Teheran so entscheiden sollte.
gepostet am 23. July 2007 um 18:27 von unter Sanktionen, Militärische Optionen, Großbritannien, Gordon Brown. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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