IAEA Bericht zur Fuel Bank

IAEA Generaldirektor Mohammed ElBaradei hat heute dem Gouverneursrat seiner Organisation einen Bericht über die verschiedenen Vorschläge zur Schaffung eines Mechanismus vorgelegt, mit dem die Versorgung mit nuklearem Brennstoff sichergestellt werden soll. Die Grundidee ist dabei, dass nicht jeder einzelne Staat seine eigenen Brennstoffe produziert, sondern die Anreicherung von Uran zentralisiert und international überwacht wird.

The 90-plus page report - entitled Possible New Framework for the Utilization of Nuclear Energy: Options for Assurance of Supply of Nuclear Fuel - addresses proposals put forward over the past two years by various States and institutions. Some proposals call for the creation of an actual or virtual reserve fuel bank of last resort, under IAEA auspices, for the assurance of supply of nuclear fuel. This bank would operate on the basis of apolitical and non-discriminatory non-proliferation criteria. Others call for conversion of a national facility into an international enrichment centre. Still others call for the construction of a new, multinational enrichment facility under IAEA control. (IAEA)

Die Idee, die Urananreicherung zu zentralisieren und einer internationalen Kontrolle zu unterstellen, existiert schon seit längerem, fand aber nie die rechte Unterstützung, weil Staaten ihre Eigeninteressen gefährdet oder nicht ausreichend berücksichtigt sahen.

Das hat sich inzwischen ein wenig geändert, weil deutlich geworden ist, dass mit der Ausbreitung der nuklearen Technologie die Gefahr wächst, dass Staaten unter dem Vorwand, Brennstoff für zivile Reaktoren produzieren zu wollen, ein militärisches Programm betreiben.

Genau. Dies ist die Debatte um den iranische Atomprogramm und der Fall Iran hat dazu geführt, dass zumindest die Diskussion ein wenig lebendiger geworden ist.

Teheran hat im übrigen die Idee einer solchen „fuel bank” nicht grundsätzlich abgelehnt. Man weiss dort, dass der Weg von den gegenwärtigen Erwägungen und Diskussionen bis zur Verwirklichung noch sehr lang ist.

Der ElBardei-Bericht ist noch nicht öffentlich. Der Gouverneursrat muss ihn erst freigeben. Ja, so mühselig ist dieser Prozess.

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