Solana: Sie sollten reden

Der EU Außenbeauftragte Javier Solana, frisch zurück von seinen Gesprächen in Ankara mit dem iranischen Chefunterhändler Ali Larijani, drängte gestern öffentlich die US Regierung, direkte Kontakte mit Teheran aufzunehmen.

“We have to see how far the U.S. is willing to engage. I think at this point in time, to have also the U.S. opening a channel of communication with Iran will be worth thinking about,” he said in a public discussion at a Brussels Forum on trans-Atlantic relations.

“It is very difficult to continue in a situation where Iran is considered a country with whom you cannot organize some sort of dialogue. I think that would be good. I am going to be talking to Washington in the next few days about that.” (Reuters)

Es ist kein Geheimnis, dass die europäischen Regierungen US Präsident George W. Bush schon seit längerem zu einem direkten Dialog mit dem Iran drängen, aber nach meiner Erinnerung ist dies das erste Mal, dass ein solch hochrangiger EU Offizieller dies auch öffentlich tut.

Bislang sind direkte Gespräche aber nicht nur am Unwillen des Weissen Hauses sondern auch an der Zögerlichkeit der iranischen Seite gescheitert. Letztendlich mochte sich die politische Führung in Teheran doch nicht dazu durchringen, mit dem „Großen Satan” an einem Tisch zu sitzen, weil das Misstrauen zu tief sitzt. Das letzte Wort in dieser Frage hat Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamene-i.

Asked if he believed Khamenei was ready to allow talks with the United States, Solana answered, “I say without any hesitation, yes.”

Sieht so aus, als ob Solana mit Larijani über mehr als nur über Zentrifugen gesprochen hat.

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