Ideen auf dem Tisch

Es scheint sich etwas in den Gesprächen zwischen dem iranischen Chefunterhändler Ali Larijani und dem für die P5+1 verhandelnden EU Außenbeauftragten Javier Solana in Ankara zu tun. Beide suchen nach einem Weg, offizielle Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm wieder aufzunehmen.

“There are ideas on the table,” Iranian negotiator Ali Larijani told reporters late Wednesday after meeting for almost five hours, including a working dinner, with EU foreign policy chief Javier Solana, about ending the standoff caused by Iran’s defiance of UN Security Council demands for it to stop enriching uranium. …

He described the talks as “pleasant.” (AFP)

Und Solana:

Solana …said it was a “constructive dinner.”

Welche Ideen nun auf dem Tisch sind, wurde nicht verraten.

Irans Außenminister Manouchehr Mottaki gab aber heute in Teheran an, was für seine Regierung der Maßstab für „konstruktive” Gespräche ist.

Iranian Foreign Minister Manouchehr Mottaki said in Tehran Wednesday the Ankara talks had “two pillars, accepting Iran’s right of enrichment and addressing ambiguities and the issue of non-deviation,” of nuclear material for military purposes.

Mottaki machte diese Äußerung, bevor die Gespräche in Ankara begonnen hatten.

Das „Recht auf Anreicherung” könnte vielleicht eines der neuen Elemente in den Gesprächen sein. Die P5+1 könnten dem Iran dieses Recht öffentlich zugestehen (was laut Atomwaffensperrvertrag allemal Recht jedes Mitgliedsstaates ist), aber Teheran könnten einstweilen darauf verzichten, von diesem Recht Gebrauch zu machen.

Morgen wollen die beiden noch mal zusammen frühstücken und sich dann der Presse stellen.

In zwei Wochen soll dann weiter verhandelt werden.

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