Iran “studiert” die Installation von Kameras

Der iranischer Vertreter bei der IAEA, Ali Asqar Soltanieh, erklärte heute, seine Regierung “studiere”, ob sie die Installation von Überwachungskameras im unterirdischen Teil der Urananreicherungsanlage in Natanz zulassen werde. „Studieren” meint wohl „wir überlegen uns das noch”.

Iran’s residing representative at the International Atomic Energy Agency (IAEA) Ali Asqar Soltanieh said Tehran is now studying installation of IAEA cameras at its nuclear facilities. (Fars News)

Nach Auffassung von IAEA Generaldirektor Mohammad ElBaradei ist der Iran verpflichtet, spätestens nach der Installation von 500 Zentrifugen ein solches Überwachungssystem zu zulassen.

Der Iran sieht es anders.

Soltanieh said Iran was not required to implement the said amendment but it accepted it in 2003.

Nach der Verabschiedung der zweiten UN Resolution zu Sanktionen sei man dazu aber nicht mehr bereit.

Es gibt noch eine andere Interpretation für das iranische Verhalten. Die Montage einer größeren Einheit von Zentrifugen und erst recht das Einführen von Uranhexanfluorid (UF6, gasförmiges Uran) in eine solche Anlage gilt als ein “trigger point” für eine mögliche militärische Aktion gegen die iranischen Atomanlagen, denn sollten die iranischen Techniker erst einmal diese Technologie beherrschen, dann gibt es (ausser Diplomatie) wenig Möglichkeiten, sie vom Bau einer funktionierenden Urananreicherung noch abzuhalten.

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