US sagen, sie haben Beweise für iranische Einmischung im Irak

Die Zweifel an den Darstellungen, der Iran würde Aufständische mit Waffen und Ausrüstung versorgen, sind so laut geworden, dass der Sprecher des State Departments Sean McCormack es für angebracht hält, doch nun endlich auch ein paar Beweise vorzulegen.

“There is solid evidence that Iranian agents are involved in these networks and that they are working with individuals and groups in Iraq and that they are being sent there by the Iranian government,” said State Department spokesman Sean McCormack.

“And I would expect that … in the near future, we are going to try to talk a little bit more in public — to the extent that we can because, again, you’re dealing with intelligence information — about what we know of Iranian support for these networks,” he added. (AFP)

Die US Regierung begründet seine neue, aggressivere Politik gegenüber dem Iran mit einer Einmischung Teherans im Irak. Iranische Agenten würden Aufständischen Waffen, Geld und Ausrüstung liefern, die diese wiederum gegen die US Truppen einsetzen würden. Beweise für diese Behauptung blieben bislang allerdings aus.

In Bagdad hat der dortige US Botschafter ebenfalls Belege angekündigt (wahrscheinlich wird es sich wohl um das selbe Material handeln, das auch in Washington veröffentlich werden soll).

U.S. Ambassador Zalmay Khalilzad told a group of Western journalists that American officials would provide details “in the coming days” about Iranian officials detained and interrogated in Baghdad and the Kurdish city of Irbil within the last month.

The presentation, Khalilzad said, would include details about who the detained Iranians are and what they were doing in Iraq, as well as information about alleged contraband coming across the Iran-Iraq border. (LAT)

Wir sind gespannt. Um mich selbst zu zitieren: es wäre schon hilfreich, wenn man mal ein paar Beweise sehen könnte.

Ich habe mir die Wartezeit ein wenig vertrieben, in dem ich noch einmal nach anderweitigen Quellen gesucht habe, die iranische Lieferungen in den Irak belegen.

Gefunden habe ich einen „Bericht” von Mounir Elkhamri „Iran’s Contribution to the Civil War in Iraq”, den die Jamestown Foundation auf ihrer Webseite in diesen Tagen veröffentlich hat.

Ich kenne Mounir Elkhamri nicht. Er stellt sich selbst wie folgt vor:

Mounir Elkhamri is a Middle East Military Analyst for the Foreign Military Studies Office at Fort Leavenworth, Kansas. He has native fluency in Arabic and working fluency in French and German. He is a graduate of the University of Missouri, Kansas City and is currently working on his Masters in Middle East Studies. He is a sergeant in the U.S. Army Reserve and just completed an 18-month tour in Iraq where he worked with a logistics brigade, a maneuver battalion and a Special Forces ODA team.

Was immer man für militärische Studien in Fort Leavenworth betreibt, sehr überzeugend ist sein Versuch, enge Beziehungen zwischen dem Iran und vereinzelten Gruppen im Irak nachzuweisen, nicht ausgefallen.

So schreibt er über entsprechende Beziehungen zwischen dem Iran, dem Supreme Council for a Islamic Revolution in Iraq (SCIRI) und seiner Badr-Miliz sowie der Patriotic Union of Kurdistan (PUK):

According to captured Iraqi intelligence reports (2001-2002), there were several meetings between the command of the Badr Corps of the Iranian Republican Guard and Iraqi Shia tribes. The Badr Corps also met with the Patriotic Union of Kurdistan (PUK) and the Kurdistan Democratic Party (KDP) leadership in preparation for the U.S. invasion of Iraq.

Nun, da muss man gar nicht auf irakische Geheimdienstberichte aus der Zeit von Saddam zurückgreifen. Die Kontakte zwischen SCIRI und der PUK waren nie ein großes Geheimnis. Ich selbst habe den SCIRI Vertreter im PUK kontrollierten Suleymania vor dem Krieg interviewt und ich habe eine Parade einer Badr Einheit im kurdischen Nord-Irak gefilmt. Die Presse war zu diesem Ereignis eingeladen.

Das war vor der Intervention der Amerikaner. Kurdische wie schiitischen Gruppen kämpften damals gemeinsam gegen das Saddam Regime und bemühten sich darum, einen praktischen Beitrag zur Befreiung des Landes zu demonstrieren, um sich so als Oppositionsgruppe zu legitimieren und ihren Anspruch auf Teilnahme an der Macht im neuen Irak zu untermauern.

Nach dem Sturz Saddams und der Wahl einer neuen Regierung haben sich die Rahmenbedingungen aber verändert. Einmischung des Irans damals erscheint selbstverständlich, da es gegen einen gemeinsamen Feind ging und die Unterstützung der Opposition der jeweils anderen Seite gehört zu den Spielregeln der Region. Saddam beherbergte die Mujahedin Khalk, der Schah unterstützte zeitweise die Kurden.

Die Belege für den iranischen Einfluss nach dem Sturz von Saddam sind in dem Elkhamri Papier vergleichbar flau wie sein Zurückgreifen auf Berichte des irakischen Geheimdienstes.

So zitiert er einen namentlich nicht weiter benannten Überläufer der Revolutionären Garden:

“The scale and breadth of Qods Force operations in Iraq are far beyond what we did even during the war with Saddam.”

Er weiß von einer Tarnorganisation des iranischen Geheimdienstes in Najaf zu berichten, in der angeblich 70.000 Mitglieder für eine schiitische Miliz rekrutiert worden sein sollen.

On March 11, 2004, Iranian intelligence opened an office in Najaf called “The Office to Help Poor Iraqi Shia.” Through that office, they were able to recruit over 70,000 Iraqis from the south to join one of the militias loyal to Iran. Every recruit would receive $2,000 in advance, then $1,000 a month—a princely sum in Iraq today.

Als Quelle gibt Elkhamri ” ‘The Iraqi Intelligence Reports on the Iranian Intelligence Activities,’ captured Iraqi intelligence records maintained by FMSO, April 18, 2006.” an. Welche irakischen Geheimdienstberichte? Der Dienst von Saddam existierte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, und ich kenne auch keinen Experten, der behaupten würde, dass es den Badr oder den Mahdi Milizen gelungen sei, durch ein einziges Büro 70.000 Mitglieder allein aus dem Süden des Iraks zu rekrutieren.

Usw., usf.

Wenn nach der Lektüre dieses Berichtes noch ein Funken an Glaubwürdigkeit geblieben ist, dann wird auch der erlöschen, wenn man zum Schluss Passagen wie diese liest:

When the Shia in the south of Iraq, who are loyal to Iran, claim their independence in Iraq’s southern provinces, they will control the second largest oil reserve after Saudi Arabia. Iran might eventually end up in control of almost 20% of the world’s oil reserves.

Solche “Analysen” kann man auch auf den Webseiten von sunnitischen Hardlinern lesen, die jeden irakischen Schiiten im Verdacht haben, ein Agent des Irans und eigentlich kein richtiger Iraker zu sein.

Weit konkreter ist ein Artikel von Gareth Porter für IPS, in dem er nachzuvollziehen versucht, wann zum ersten Mal der Vorwurf aufgetaucht ist, der Iran liefere an die Aufständischen Im Irak speziell geformte Sprengkörper, die die Panzerungen der Fahrzeuge von US Truppen durchdringen können.

The U.S. command admitted at first that the Sunnis were making the shaped charges themselves. On Jun. 21, 2005, Gen. John R. Vines, then the senior U.S. commander in Iraq, told reporters that the insurgents had probably drawn on bomb-making expertise from former Iraqi president Saddam Hussein’s army.

Aus dieser Geschichte wurde später der Vorwurf, diese Sprengkörper stammten aus dem Iran. Nur

[W]hen asked point blank, they admit that they have no evidence to support it.

Dann habe ich noch einen Artikel im britischen Independent vom 5. Januar dieses Jahres gefunden.

Britain has dropped the charge of Iranian involvement after senior officials had repeatedly accused the Tehran regime of supplying sophisticated explosive devices to insurgents. Government officials now acknowledge that there is no evidence, or even reliable intelligence, connecting the Iranian government to the infra-red triggered bombs which have killed 10 British soldiers in the past eight months.

Premierminister Tony Blair hatte vorher anderes behauptet.

Schließlich noch folgende Passage in einem längeren Artikel von Laura Rozen im National Journal vom 18. Januar, in dem es um die neue aggressive US Politik gegenüber dem Iran geht.

Some officials reportedly have doubts about the precise nature of the evidence indicating Iranian involvement in Iraq. For instance, after a highly publicized U.S. military raid on December 21 at the compound of Iraqi Shiite leader Abdul Aziz al-Hakim, the head of the Supreme Council for the Islamic Revolution in Iraq, U.S. forces detained several Iranians who were meeting there. All of them were ultimately released and were returned to Iran, partly at the behest of the Iraqi government, which said it had invited the Iranians.

Contrary to some initial reports that American troops had found damning maps and documents on the detained Iranians, some U.S. government sources indicate that the Hakim raid did not produce definitive proof of Iranian involvement in supplying Iraqi militants. “They are trying to walk this back,” one U.S. official said. “There are no smoking guns about Iran in Iraq,” said another knowledgeable U.S. source. “That’s the problem. Sort of like the WMD.”

Nun müssen wir ja nicht alles glauben, was in den Zeitungen steht. Warten wir die Enthüllungen ab, die McCormack und Khalilzad uns für die kommenden Tage versprochen haben.

Kommentare

Es sind 5 Kommentare vorhanden. Kommentar hinzufügen!

  1. von
    Teutonia
    am
    27. January 2007 um 01:15 Uhr

    Tatsächlich könnte ich Ihnen Beweise für eine Einmischung
    der USA im Irak anbieten.
    Bisheriges Ergebnis: einige hunderttausend Tote und Millionen
    Flüchtlinge.

    Sie werden überrascht sein!

  2. von
    Klaus
    am
    31. March 2007 um 18:52 Uhr

    Guten Abend Herr Ebbing,

    seit gestern, Freitag, 30. März, verdichten sich wieder Gerüchte hinsichtlich eines unmittelbar bevorstehenden militärischen Eingreifens der USA im Iran. Angeblich, das Gerücht stammt angeblich aus Nachrichtendienstkreisen, sollen die amerikanischen Geschäftsleute in Bahrain von den entsprechenden US-Institutionen aufgefordert worden sein, das Land zu verlassen. Im Gegenzug soll dort immer mehr Militär eintreffen. Natürlich sind dies Gerüchte, auch der Termin für einen Angriff (6.4.) ist nichts neues.

    Ich stelle den mir zugegangenen Text zur Info mal hier rein:

    “DEBKAfile Exclusive: US financial sources in Bahrain report American investors in Bahrain advised to pack up business operations and leave

    March 30, 2007, 3:56 PM (GMT+02:00)

    The advice came from officers with US Central Command 5th Fleet HQ at Manama , who spoke of security tension, a hint at an approaching war with Iran . Arab sources report the positioning of a Patriot anti-missile battery in Bahrain this week; they say occupancy at emirate hotels has soared past 90% due mostly to the influx of US military personnel. They also report Western media crews normally employed in military coverage are arriving in packs.

    Thursday, March 29, Gen. Khaled al-Absi, Bahrain’s chief of air defense operations disclosed that new alarm networks had been installed and air defense systems upgraded to handle chemical, biological and radioactive attacks.

    The USS Nimitz and its support ships will be departing San Diego Monday, April 2, to join the John C. Stennis Strike Group in the Persian Gulf . The nuclear carrier is due to relieve the USS Dwight D. Eisenhower , but military sources in the Gulf believe all three US carriers will stay put if tensions continue to climb or if fighting breaks out involving American, British and Iranian forces.

    The mighty American armada is further supported by the USS Bataan and USS Boxer strike groups.

    War tensions have been triggered most recently by the crisis over the seized British sailors and large-scale US sea, air and amphibious exercises in the Gulf.

    1. DEBKAfile’s Tehran sources report that in the contest within the Iranian leadership over how to handle the affair of the captured British seamen, the wildest radical element has gained the upper hand, reducing the prospects of their imminent release. Heading the tough Tehran faction are hardline president Mahmoud Ahmadinejad and Gen. Rahim Safavi, commander of the Revolutionary Guards whose naval wing performed the seizure.

    They gained strength from the British premier Tony Blair’s initial passive, semi-conciliatory response. Tehran quickly grasped it had acquired not just a propaganda tool but a military asset, which the UK cannot match as long as the Americans desist from throwing their military might into the fray. Washington has refused to risk of a full-scale war confrontation with the Revolutionary Guards for the sake of the British sailors.

    Iranian strategists also registered that, although the Blair government has begun moving mountains to gain the freedom of the marine crew held in Tehran, London appeared fairly laid back about the kidnap of BBC correspondent Alan Johnston in broad daylight by gunmen in Palestinian Gaza, although three weeks had gone by.

    Revolutionary Guards serving with Palestinian terrorist groups in Gaza no doubt filed a full report on the Johnston case to Tehran , which drew its own conclusions.

    2. Taking part in the big demonstration of American naval, air and marine force launched March 27 are the two nuclear carrier strike forces Stennis and Eisenhower , thousands of marines and 100 warplanes. Maneuvers on this scale in the tight, overcrowded waters of the Persian Gulf carry risks of a collision between American and Iranian craft.

    DEBKAfile’s military sources report that the Nimitz group is composed of the Princeton guided-missile cruiser, four guided missile destroyers - the Higgins , Chafee , John Paul Jones and Pinckney . The strike force is armed with two helicopter squadrons and a special unit for dismantling sea mines and other explosive devices.

    Earlier, DEBKAfile quoted intelligence sources in Moscow as predicting that a US strike against Iranian nuclear installations codenamed Operation Bite has been scheduled for April 6 at 0040 hours. Missiles and air raids will conduct strikes designed to be devastating enough to set Tehran’s nuclear program several years back.”

    Was soll man davon halten? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Einerseits ist ein umfassender Militärschlag der USA (inclusive Boddentruppen) derzeit wohl kaum denkbar, da dies die Kapazitäten der US-Armee wohl endgültig sprengen dürfte - aber ein spektakulärer, gezielter und begrenzter Luftschlag? Die US-Luftwaffe ist mit den dafür benötigten Mitteln im Irak ja nicht aktiv.
    Was meinen Sie?

    Grüße
    Klaus

  3. von
    Martin Ebbing
    am
    31. March 2007 um 19:19 Uhr

    Lieber Klaus,

    die Meldungen von einer erhöhten Präsenz von US Militärs in Bahrain kursieren schon seit zwei, drei Wochen und werden von den Fachleuten, die ich kenne, recht glaubwürdig mit Rotation und Truppenverstärkung im Irak erklärt.

    DEBKAfile ist ein Nachrichtendienst, der dem israelischen Nachrichtendienst nahe steht. Deshalb müssen die Meldungen nicht unbedingt falsch sein, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass er alles andere als seriös ist.

    Formulierungen wie …

    DEBKAfile’s Tehran sources report that in the contest within the Iranian leadership over how to handle the affair of the captured British seamen, the wildest radical element has gained the upper hand, reducing the prospects of their imminent release. Heading the tough Tehran faction are hardline president Mahmoud Ahmadinejad and Gen. Rahim Safavi, commander of the Revolutionary Guards whose naval wing performed the seizure.

    … stimmen mich doch sehr skeptisch.

    Wenn die “wildest radical element” in der iranischen Führung wirklich die Oberhand gewonnen haben sollte, dann ist davon nichts zu spüren. Teheran ist im Moment sehr um eine diplomatische Lösung bemüht, spricht mit der Türkei und tauscht diplomatische Noten mit London aus.

    Revolutionsführer Khamene-i wird es mit Sicherheit nicht zulassen, dass durch eine weitere Eskalation dieses Konflikts der Iran Gefahr läuft, in eine militärische Auseinandersetzung gezogen zu werden, die er nur verlieren kann. So viel Überlebenswille existiert auch in Teheran.

    Das schliesst natürlich einen “zufälligen Zwischenfall” nicht aus. Die Lage im Persischen Golf ist sehr angespannt.

    Zum Angriff am 6. April habe ich schon an anderen Stellen geschrieben: das ist völliger Blödsinn. Sollte ein solcher Angriff tatsächlich stattfinden, dann beruht sein Erfolg in erster Linie auf dem Element der Überraschung. Mit Sicherheit wird man ihn nicht einem russischen Militär anvertraut haben, der ihn dann gegenüber einer russischen Wochenzeitung ausplaudert

    Es wirft ein Licht auf DEBKAfile, dass sie das auch noch nachkauen.
    Generell sieht es nach meiner Meinung so aus, dass man in Washington weiss, dass Luftschläge gegen den Iran ein hohes Risiko mit sich bringen, dass im Irak auch noch der Rest aus den Fugen gerät - und nicht nur dort

    Best,

    ME

  4. von
    Klaus
    am
    31. March 2007 um 19:35 Uhr

    Hallo Herr Ebbing,

    das ging ja fix.. mit der Antwort.

    Im Grunde stimme ich Ihnen zu, meine Sorge ist nur: was macht George Bush? Kann es für ihn eine Option sein, von dem Desaster im Irak abzulenken? Sind die “Falken” in der US-Administration tatsächlich auf dem Rückzug oder werden da nur Nebelkerzen geworfen?
    Die Erfahrung jedenfalls stimmt mich skeptisch - auch wenn ich die Risikobereitschaft des amerikanischen Präsidenten berücksichtige. Meines Erachtens hat dieser im Moment nur “Kreide gefr…..”.

    Und der Blick nach Teheran: ist es tatsächlich so, wie Medien in Europa berichten, dass der Rückhalt des Präsidenten in der Bevölkerung schwindet und somit eine Verschärfung des Konflikts seitens Iran (ja, Sie schreiben von Kontakten auf diplomatischer Ebene) nicht sehr wahrscheinlich ist?
    Weiß die breite Bevölkerung im Iran derzeit eigentlich en detail, was los ist?

    Grüße
    Klaus

  5. von
    Martin Ebbing
    am
    31. March 2007 um 23:37 Uhr

    @ Klaus

    Das ist ein ganzer Stapel an Fragen, deren Beantwortung mich dazu bringen würde, die Einträge in diesem Block der letzten drei Monate noch mal zusammen zu fassen.

    Kreide fr…: Auch ein US Präsident in all seiner Machtfülle ist in seiner Handlungsmöglichkeit nicht unbeschränkt. Im Fall Iran hat er auf seine militärischen Möglichkeiten (Einsatzfähigkeit der Truppen, etc.), die Konsequenzen einer Militäraktion, seinen außenpolitischen Prioritäten, die Stimmung im Lande wie im Kongress etc. Rücksicht zu nehmen. Nimmt man die Faktoren zusammen, dann würde er wohl nicht können, selbst wenn er wollte.

    Ahmadinejad: ja, seine Popularität sinkt. In erster Linie wegen seiner uneingelösten wirtschaftlichen Versprechen. Es mehren sich auch die Kritiken, die ihm vorwerfen, dem Land außenpolitischen Schaden zuzufügen.

    Bevölkerung: es gibt so etwas wie eine “Informationselite”, die sich über das Internet wie über ausländische TV Sender via Satellit informiert. Die Mehrheit ist aber auf staatliches TV und Radio angewiesen und weiß nur das, was die Regierung sie wissen lassen will. Wichtige Nachrichten werden nicht unbedingt unterschlagen, aber sie bekommen einen entsprechenden “Spin”.

    PS: Ja, manchmal geht es fix. Manchmal.

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