Iran, Hisbollah + Sadr
Die NYT berichtet heute unter Berufung auf einen „hochrangigen amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter”, dass die libanesische Hisbollah in der Vergangenheit Mitglieder von Moqtada al-Sadrs Mahdi-Armee ausgebildet hätte.
The official said that 1,000 to 2,000 fighters from the Mahdi Army and other Shiite militias had been trained by Hezbollah in Lebanon. A small number of Hezbollah operatives have also visited Iraq to help with training, the official said.
Das Training sei auf die Vermittlung des Irans zustande gekommen, der zu beiden Seiten gute Beziehungen unterhalte.
The American intelligence on Hezbollah was based on human sources, electronic means and interviews with detainees captured in Iraq.
Daneben leiste Teheran auch direkte Unterstützung für irakische Milizen – ein Vorwurf, der nicht neu ist. Allerdings scheinen die Hinweise diesmal etwas konkreter zu sein.
The mid-level Mahdi commander interviewed this summer said the group sent to Lebanon was called the Ali al-Hadi Brigade, named for one of two imams buried at the Askariya Mosque in Samarra. The bombing of that shrine in February unleashed the fury of Shiite militias and accelerated sectarian violence.
According to the Mahdi commander, the brigade was organized and dispatched by a senior Mahdi officer known as Abu Mujtaba. It went by bus to Syria in July, and was then led across the border into Lebanon, he said. He said the fighters were from Diwaniya and Basra, as well as from the Shiite neighborhoods of Shoala and Sadr City in Baghdad.
Die Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in Washington heftig darüber diskutiert wird, ob direkte Gespräche mit dem Iran aufgenommen werden sollen, um Teheran in eine Lösung der Situation im Irak einzubinden.
Sollten die Informationen zutreffen, würden sich wohl sowohl die Befürworter wie die Gegner solcher Gespräche gestärkt fühlen. Die Befürworter werden argumentieren, gerade weil der Iran sich in den Irak einmische, müsse mit ihm eine Lösung gefunden werden.
Die Gegner, voran die Kreise um Vize-Präsident Dick Cheney, werden dagegen halten, ein solches Verhalten könne nicht noch dadurch belohnt werden, indem Teheran durch direkte Gespräche aufgewertet werde.
gepostet am 28. November 2006 um 07:22 von unter Iran, Irak, Hisbollah. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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