Iran: Arak auch ohne IAEA
Auch wenn die IAEA dem Iran keine technische Unterstützung beim Bau des Schwerwasserreaktors in Arak gebe, werde die Anlage gebaut, sagte heute der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Gholamreza Aghazadeh.
“Whether the IAEA helps or not, the research reactor in Arak will continue its work,” the Iranian Student News Agency (ISNA) on Saturday quoted Gholamreza Aghazadeh as saying.
“If the IAEA denies the assistance, it will be harmful for the IAEA … It is the IAEA that insists on Iran cooperating with it on the security dimension of the reactor.” (Reuters)
Der Iran hatte bei der IAEA einen Antrag auf Unterstützung bei den Arbeiten zur technischen Sicherheit des Reaktors gestellt, über den in der kommenden Woche vom Gouverneursrat der Organisation abgestimmt werden soll.
Es gehört zu den Aufgaben der IAEA, solche Unterstützung zu gewähren, aber die USA organisierten dagegen den Widerstand, dem sich die europäischen Mitglieder dieses Rates angeschlossen haben. Sie verweisen auf den Verdacht, dass Teheran vor allem an dem beim Betrieb des Reaktors anfallende Plutonium aus militärischen Gründen interessiert ist.
Der Gouverneursrat hatte den Iran bereits in einer Resolution aufgefordert, das Projekt einstweilen nicht weiterzubauen.
Offensichtlich ist man auch in Teheran zu der Einsicht gekommen, dass der Antrag auf Hilfe keine Unterstützung erhalten wird.
gepostet am 18. November 2006 um 19:46 von unter Technologie, Atomenergiebehörde, Iran, Gholamreza Aghazadeh. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
Kommentare
Es ist kein Kommentar vorhanden. Kommentar hinzufügen!