Somalisches Uran für den Iran?

Robert F. Worth schreibt heute in der NYT von einem UN Report, der eine Reihe von verblüffenden Erkenntnissen enthält.

More than 700 Islamic militants from Somalia traveled to Lebanon in July to fight alongside Hezbollah in its war against Israel, a United Nations report says. The militia in Lebanon returned the favor by providing training and — through its patrons Iran and Syria — weapons to the Islamic alliance struggling for control of Somalia, it adds.

Dieser Report wurde von der vierköpfigen Experten-Kommission geschrieben, die die Einhaltung des Waffenembargos gegen Somalia, das 1992 vom UN Sicherheitsrat verhängt wurde, überwachen soll. Die Kommission stützt sich dabei auf eigene Recherchen, aber auch auf (Geheimdienst-) Informationen der 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrates.

It states that in mid-July, Aden Hashi Farah, a leader of the Somali Islamist alliance, personally selected about 720 combat-hardened fighters to travel to Lebanon and fight alongside Hezbollah.

At least 100 Somalis had returned by early September — with five Hezbollah members — while others stayed on in Lebanon for advanced military training, the report says. It is not clear how many may have been killed, though the report says some were wounded and later treated after their return to Somalia.

The fighters were paid a minimum of $2,000 for their service, the report says, and as much as $30,000 was to be given to the families of those killed, with money donated by “a number of supporting countries.”

Somalische Kämpfer an der Seite der Hisbollah im Libanon?? Und niemandem ist dies aufgefallen? Schließlich unterscheiden sich Somalis allein schon durch ihre Hautfarbe nicht unwesentlich von Libanesen. Die israelische Armee erklärte die hohe Zahl der Opfer unter der libanesischen Zivilbevölkerung damit, dass die Kämpfer von den Bewohnern der Ortschaften so gut wie nicht zu unterscheiden seien.

Zudem galt bislang die Weisheit, dass der Erfolg der Hisbollah gegen die israelische Armee auf die guten Ortskenntnisse, die langjährige Vorbereitung und die ausgezeichnete Disziplin dieser Organisation zurückzuführen sei.

Für das Thema dieses Weblogs interessant:

In addition to training some Somali militants, Hezbollah “arranged for additional support to be given” by Iran and Syria, including weapons, the report found.

Damit nicht genug.

[The report] also indicates that Iran appears to have sought help in its quest for uranium in Dusa Mareb, the hometown of Sheik Hassan Dahir Aweys, the leader of the Islamist alliance in Somalia, which is known as the Council of Islamic Courts.

“At the time of the writing of this report, there were two Iranians in Dusa Mareb engaged on matters linked to the exploration of uranium in exchange for arms” for the Council of Islamic Courts, says the report, which is dated Oct. 16.

Aus dem UN Bericht geht nicht hervor, ob der Handel zustande gekommen ist.

Worth, der sich bei der Lektüre dieses Berichtes offensichtlich vor Erstaunen die Augen gerieben hat, fügt hinzu:

While the sources of the information remain unclear, the report is dense with details about arms shipments to the groups vying for power in Somalia.

Was ihm eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht.

Aber der Mangel an Uran ist eigentlich nicht das Problem des iranischen Atomprogramms. Es existieren ausreichende Vorkommnisse an Uranerz im Iran selbst. Die einzige denkbare Erklärung, warum Teheran daran interessiert sein könnte, Uran aus anderen Quellen zu kaufen ist, dass man versuchen will, diese Bestände vor den Inspektoren der IAEA zu verbergen.

Zudem verfügt Somalia zwar über Uranvorkommen, aber nach meinem Stand der Kenntnisse existiert aufgrund der desolaten Lage im Lande keine Uranförderung.

Wie hieß noch einmal der afrikanische Staat, von dem Saddam Hussein angeblich Uran kaufen wollte?

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