Bushehr soll November 2007 ans Netz

In einem Interview mit Reuters kündigte der Chef der russischen Atomenergiebehörde, Sergej Kirijenko an, nach dem derzeitigen Stand der Planung soll das iranische Atomkraftwerk Bushehr im November 2007 ans Netz gehen.

“A realistic deadline (for transmitting power to the grid) is November 2007. This means a physical start-up (of the reactor) in September and the dispatch of fuel … six months earlier. … That means March or April.”

Nachdem die Siemens Tochter KWU nach der iranischen Revolution die Arbeit eingestellt hatte, haben russische Techniker den Weiterbau von Bushehr übernommen. Der Auftragsumfang wird auf 800 Millionen US Dollar geschätzt.

Die USA hatten sich jahrelang vergeblich darum bemüht, Moskau zur Einstellung der Arbeiten zu bewegen.

Russland hat mit dem Iran ein Abkommen zur Lieferung der nuklearen Brennstäbe für den Reaktor abgeschlossen, das gleichzeitig vorsieht, dass die abgebrannten Stäbe nach Russland zurückgeführt werden.

Einige Experten sind alarmiert darüber, dass der Iran mit dem Start von Bushehr über größere Mengen Uran verfügen wird. Das Material ist aber nicht von der hochangereicherten Qualität, um daraus einen nuklearen Sprengkörper zu bauen.

Kirijenko wies die Möglichkeit zurück, dass die Fertigstellung von des Reaktors Opfer möglicher Sanktionen werden könnte.

“I am not involved in discussing the issue of sanctions against Iran, but from my understanding there are no objective grounds for the building of Bushehr to fall under sanctions,” he said.

“As long as the plant does not violate non-proliferation requirements … there will no obstacles.”

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