ElBaradei: “Mangelnde Kooperation”

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO-Chef Mohammed ElBaradei hat heute seinen Bericht zum Ergebnis der mehr als dreijährigen Inspektionen im Iran an die 35 Mitgliedsstaaten der Organisation verschickt. Dieser Report wird auf der Sitzung des Rates am 6. März in Wien Grundlage der Entscheidung sein, wie es mit dem Fall Iran weitergehen soll.

John O’Neil schreibt in der New York Times:

In the report, the agency’s director, Dr. Mohamed ElBaradei, wrote that “it is regrettable and a matter of concern that the uncertainties related to the scope and nature of Iran’s nuclear program have not been clarified after three years of intensive agency verification.”

Daneben zitiert O’Neil, der das Dokument offensichtlich nicht selber gelesen hat, einen Mitarbeiter der Atombehörde, der mit dem Bericht vertraut ist:

The report did not conclude that Iran is pursuing nuclear weapons, but rather that the agency cannot be sure that nothing is being hidden unless Tehran adopts an attitude of “active cooperation,” the agency official said.

Iran’s cooperation so far has been “very limited,” said the official, who spoke on condition of anonymity because he was not authorized to discuss the report publicly.

Sollte man sich in Teheran noch ein Glimmer Hoffnung gemacht haben, vielleicht doch noch eine Überstellung an den Weltsicherheitsrat vermeiden zu können, dann haben diese Hoffnungen damit ein Ende gefunden.

Anhaltende Unklarheit über die iranischen Intentionen, mangelnde Kooperation – von ElBaradei offiziell bescheinigt – sowie die Wiederaufnahme der Arbeiten an der Anreicherung sind genau die drei Faktoren, die dem Iran einen Platz auf der Tagesordnung des Sicherheitsrates garantieren.

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